Song des Monats: August 2016

In diesem Monat steht die Rubrik ganz unter dem Eindruck des gerade zu Ende gegangenen Haldern Pop Festivals (dazu bestimmt an dieser Stelle später mehr). Einmal mehr war es sehr schön, und einmal mehr gab es einiges an neuer Musik zu entdecken, in die ich vor dem Festival maximal reingeschnuppert habe.

Neugierig auf mehr hat beim Schnuppern eindeutig Yak gemacht. Also husch husch rein ins Spiegeltent am Samstagabend, einmal durchrütteln und euphorisieren lassen, bitte! Ganz ganz großartig! Und auch auf dem im Anschluss direkt gekauften Album „Alas Salvation“ funktioniert das hervorragend! Kaufempfehlung! Und hier kann man einen ersten Eindruck bekommen, so halb zwischen Studio- und Livesound – Use Somebody von Yak:

Riga: Die Neustadt

Wie so viele „alte“ Städte besitzt auch Riga eine Neustadt, für die sich wahrscheinlich zahllose Städte einen sprichwörtlichen Arm abschlagen würden, wenn sie so etwas als Altstadt besäßen. So rein von der Ästhetik her gesehen.

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In Rigas Neustadt dominiert der Jugendstil. Und da muss man auch kein großer Experte sein (zum Glück!), um sich das anzusehen und schön zu finden. Mit ein bisschen Wegweisung durch den Reiseführer kann man die schönsten Straßen und Häuser erlaufen und an den reich verzierten Fassaden hochschauen. Klingt vielleicht nicht besonders spannend, aber genau so etwas macht für mich eine Städtereise aus – Kopp hoch und einfach gucken. Der Weg durch die Neustadt, speziell durch die Elizabetes iela, war im Übrigen auch der erste Tipp der freundlichen Rezeptionistin im Hotel. Also quasi der „Umweg“ durch die Neustadt über den Kreuzfahrtschiffanleger in die Altstadt.

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Und so wandert man durch diese tollen Straßenzüge und betrachtet großartig gestaltete Häuser, zum Beispiel von Michail Eisenstein (dessen Sohn Sergej später maßgeblich das Filmgenre geprägt hat). Unbedingt sollte man dabei in der Alberta iela vorbeischauen. Und neben den prunkvollen Fassaden entdeckt man quasi nebenbei noch schöne kleine Läden, Cafés und Restaurants.

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Letzteres ist besonders von Vorteil, wenn man wie wir auch sein (übrigens durchaus empfehlenswertes) Quartier in der Neustadt bezogen hat – kurze Wege zu Speis und Trank. Bei vielen Lokalen sollte man allerdings nicht zu spät aufkreuzen, denn die Neustadt ist eher war für den Tagschwärmer. Abends standen wir vor einigen verschlossenen Türen, und in den geöffneten Restaurants war es entsprechend voll.

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Meistens geöffnet ist aber die Skybar im Albert Hotel. Da ist es zwar nicht ganz billig, aber dafür werden einem gleich zwei interessante Blicke geboten.

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Zum einen der wirklich schöne Blick über das abendlich beleuchtete Riga (im Sommer sicher noch viel bezaubernder), zum anderen der interessante Blick auf die (vermeintlich) Schönen und Reichen, sowohl in den Reihen der Einheimischen als auch der Touristen. Sehr spannend. Und leckere Cocktails mit dem köstlichen Rigas Melnais Balzams können sie dort auch mixen.

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So kann man einen Tag in der Neustadt sehr gut ausklingen lassen!

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Song des Monats: Juli 2016

Cast sind zurück! Hurra! Immer ein bisschen unter dem Radar und der großen Britpopwelle hinterher, aber immer mit tollen Songs und Melodien. Wie könnte man auch keine großen Songs schreiben, wenn man John Power heißt?!

Heute lag das neue Album im Briefkasten, zu dem ich per Crowdfunding beigetragen habe, etwas überraschend im Briefkasten. Leider etwas lieblos verschickt, die CD-Hülle schon ganz schön zerdeppert, das Booklet angerissen – aber die Songs, die sind zum Glück richtig klasse. Cast werden (hoffentlich) nie eine Band sein, die sich immer wieder neu erfindet, aber hoffentlich schreibt John Power (und nochmal: was für ein Name!) immer weiter schöne Songs. So wie den hier:

Lektüretipps – Sommerausgabe

In letzter Zeit habe ich das Gefühl, fast nur noch gute Bücher zu lesen. Das könnte für meine penible Auswahl sprechen, bei der ich sorgfältig darauf achte, nur Qualitätsware zu kaufen, die von mir vertrauenswürdig erscheinenden Experten mit Lobpreisungen bedacht wurde. Haha! Naja. Vielleicht liegt es auch an meiner persönlichen Filterblase, die mögliche schlechte Bücher von vornherein ausschaltet. Oder ich habe einfach Glück.

2016 habe ich, soweit ich mich erinnere, jeweils noch kein schlechtes Buch gelesen. Und das übrigens auch dank eines Tipps eines Freunds. Der hat mir nämlich „New York“ von Edward Rutherfurd empfohlen. Und das kann ich nur bestätigen. Das nicht gerade schmale Buch (rund 1000 Seiten) erzählt die Geschichte New Yorks von der niederländischen Handelssiedlung bis zur heutigen Megacity, und zwar mit einer spannenden Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit. Der Leser begleitet verschiedene (fiktive) Familien durch die Jahrhunderte, deren Schicksale sich immer wieder aufs Neue miteinander verweben und mit realen Personen und Ereignissen der Zeitgeschichte interagieren. Das hat mich nicht nur ungemein gefesselt, sondern die Sehnsucht noch einmal gesteigert, diese Stadt erneut zu bereisen. Gerade wenn man schon einmal in New York war, kann man sich auch geographisch ganz wunderbar in diese tolle Story hineinversetzen. Für Fans der Stadt ist dieses Buch erst recht ein Muss, aber auch so ist der Roman absolut empfehlenswert.

In einer anderen Stadt, die ich unbedingt auch einmal bereisen möchte, spielt „Der Trafikant“ von Robert Seethaler. In diesem Buch geht es um den 17-jährigen Franz, der aus dem beschaulichen Idyll am Attersee nach Wien zieht. Dort arbeitet er in der Trafik eines Freundes seiner Mutter. Dort lernt er nicht nur alles über Zeitungen, Zigarren und die Vorlieben der Kunden – er lernt auch die Liebe, Sigmund Freud, das Grauen des Nationalsozialismus, die Abgründe der Menschen und das Leben überhaupt kennen. Unkonventionell und unbeirrbar bahnt er sich seinen Weg durchs Leben, das sich für ihn seit seiner Ankunft ständig und rasant verändert. Erzählt wird das Buch in einem klaren, etwas naiven Stil, ein bisschen den Gedanken der Hauptperson nachempfunden, die ja mitten in der Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen steckt. So entsteht eine wunderbare kleine Geschichte über einen ungewöhnlichen Romanhelden, die vor allem eins ist: schön. Und die Gespräche des 17-jährigen Provinz“burschis“ mit dem greisen Freud sind einfach bezaubernd komisch!

Kate Tempest kennen einige vielleicht als Poetin und Rapperin (nein, das ist kein Widerspruch!). Mit The Bricks That Built The Houses hat sie einen Debütroman geschrieben, der mindestens genauso rasant ist wie ihre Lyrics. Und wer ihre Songs kennt, ist auch schon einmal mit den Protagonisten des Buchs in Berührung gekommen. Die Leben von Becky, Harry, Pete und Leon werden in London auf wahnwitzige Weise miteinander verwoben, bis hin zum dramatischen Höhepunkt, bei dem es um viel, viel Geld und noch so einiges mehr geht.Tempest schreibt in einer metaphernreichen, tollen Sprache und in einem manchmal atemlosen Stil, der einen wirklich mitreißt. Ich würde, ohne die deutsche Übersetzung näher zu kennen, das Buch im Original empfehlen; sonst könnte zu viel verloren gehen. Es lohnt sich!

Als letzten Tipp gibt es ein Sachbuch, dass aber an vielen Stellen so spannend und amüsant wie ein Roman daherkommt: Cowboys and Indies von Gareth Murphy. Der Untertitel lautet „The Epic History of the Record Industry“, und das passt ziemlich gut. Murphy erzählt die Entstehungsgeschichte der Musikbranche von Beginn an, von der Erfindung der Technik zum Abspielen von Tonträgern bis zur heutigen Streamingtechnologie. Und das alles sehr detailliert, aber immer interessant, und natürlich haben die „Record Men“ eine ganze Menge spannende Geschichten zu erzählen. Es geht um die ganz großen Labels, aber auch „kleinere“, wie beispielsweise Rough Trade, werden ausführlich gewürdigt. Es ist unglaublich spannend, wie welche Einflüss auf die Musikindustrie einwirken und wie die Macher darauf reagieren. Von den Geschichten, wie manche Stars entdeckt wurden, mal ganz abgesehen. Das Buch ist zwar hauptsächlich aus einer britisch-amerikanischen Perspektive erzählt, aber letztlich sind diese Labels ja auch zwei der dominantesten Player auf dem weltweiten Musikmarkt (gewesen), und ihr Einfluss reicht ohnehin weit über die jeweiligen Ländergrenzen hinaus. Fazit: Wer sich für Musik und das dahinter stehende Business interessiert, sollte dieses Buch definitiv lesen.

Song des Monats: Juni 2016

Ja, ich weiß! Es ist schon seit einigen Tagen nicht mehr Juni. Da es aber nunmal im Juni aus mehrerlei Gründen keinen Song des Monats gab, wird das hiermit nachgeholt.

Dabei gibt es zuerst eine schlechte Nachricht: Young Rebel Set gibt es nicht mehr. Die positive Nachricht aber: Sänger und Songwriter Matty Chipchase schreibt und singt weiterhin großartige Songs, und zwar unter dem Namen Matt Wilde. Eine erste großartige Single gibt es bereits, und auch Konzerttermine in Deutschland sind glücklicherweise schon geplant. Ich bin gespannt, was da noch kommen mag!

Riga: die Altstadt

Teil 2 der Reiseberichterstattung über Riga – nach den „Outtakes“ arbeiten wir uns sozusagen von innen nach außen.

Die Altstadt von Riga ist sicher der Hauptmagnet für Touristen. Immerhin ist sie UNESCO-Weltkulturerbe. Und sie ist ja auch wirklich zauberhaft. Wenn man nicht ab und an mal nach unten schauen müsste (Kopfsteinpflaster!), könnte man den Blick eigentlich permanent nach oben richten und sich die zahllosen schönen, alten Häuser in den zum Teil sehr engen Gassen und Straßen ansehen.

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Und zu so vielen Häusern gibt es eine (mitunter kuriose) Geschichte. Wie zu dem Haus mit den beiden buckelnden Katzen auf dem Dach. Das hat seinerzeit ein reicher lettischer Händler gebaut, der nicht in die Gilde aufgenommen wurde. Auf das Dach montierte er zwei Katzen, die der gegenüber liegenden Gilde den Hintern zuwandten. Übersetzt: Wenn ich schon nicht mitmachen darf, sollt ihr mir den Buckel runterrutschen. Immerhin konnte die Gilde erreichen, dass er die Katzen anders ausrichten musste – die schöne Idee aber bleibt bestehen.

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Die Gilden selbst – vor allem die Kleine Gilde – sind natürlich ebenfalls Schmuckstücke. Wie auch das Schwarzhäupterhaus, das übrigens nach Originalvorbild komplett rekonstruiert wurde und vor dem eine Roland-Statue steht (nicht im Bild). Denn: Riga ist bzw. war eine Hansestadt. Viel kurioser ist, dass es auch eine Statue der Bremer Stadtmusikanten in der Altstadt gibt. Das hat allerdings eher damit zu tun, dass Bremen beim Bau der Stadt ein wenig Pate stand – immerhin gehörte Riga eine Zeit lang zum Erzbistum Bremen. Und bekanntlich hatte so etwas ja früher bedeutende Auswirkungen auf die Stadtgestaltung.

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Und so schlendert man durch hübsche Gassen, über schöne Plätze, vorbei am Dom, am Schwedentor oder am Pulverturm und freut sich an den vielen Häusern, Denkmälern und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Erfreulich ist auch, dass es wenig „nervige“ Läden und/oder Gastronomie gibt, sondern alles einigermaßen dezent und stimmig in seine Umgebung eingebettet ist. Oder an den Rand der Altstadt verfrachtet wurde. Dort stehen aber nicht nur Einkaufszentren, beileibe nicht, sondern dort finden sich schöne angelegte Parkflächen, die eine Art Übergang von der Alt- zur Neutstadt bilden. Und dort findet man auch das lettische Freiheitsdenkmal, das eine lesenswerte Geschichte hat, sehr feine Anekdote inklusive.

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Lohnenswert, wenn auch für Rigaer Verhältnisse recht teuer, ist auch die Auffahrt auf den Turm der Petrikirche. Von dort oben kann man sich die Altstadt prima aus der Vogelperspektive ansehen – und immerhin wird man für sein Geld ja auch von einer auf dem Tablet spielenden Liftwoman per Fahrstuhl nach oben gebracht.

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Von dort oben sieht man auch die Daugava, an deren Ufer die Altstadt grenzt, leider aber durch eine mehrspurige Straße davon abgetrennt ist. Trotzdem lohnt sich der Weg hinüber (also in diesem Fall über die Straße – zum Weg über den Fluss ein anderes Mal mehr), denn dort wartet die Statue des Lielais Kristaps – und allein schon seine Geschichte sollte man sich nicht entgehen lassen. Die ist nämlich wirklich schön, wie ich finde.

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Ein weiterer Vorteil der Altstadt neben der ganzen Schönheit: Sie ist sehr kompakt, so dass man problemlos mehrmals kreuz und quer hindurchspazieren kann, ohne danach unter akuten Plattfüßen zu leiden. Trotz Kopfsteinpflaster. Und man kann in vielen schönen Cafes auch ganz wunderbar mal eine Pause einlegen. Ein entspannter Touristenmagnet – das lobe ich mir!

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(„Dank“ eines Defekts, der meinen PC rund 2,5 Wochen außer Gefecht gesetzt hat, und zahlreicher anderer Ablenkungen gab es, mit dem spontanen Ausbruch gestern, hier schon sehr lange nichts mehr zu lesen. So ist auch die Lücke in der Reiseberichterstattung leider ganz schön groß geworden. Ich hoffe, es geht in Zukunft wieder zügiger weiter.)

Don’t leave me this way

Großbritannien will also aus der EU aussteigen. Aus meiner ganz persönlichen, anglophilen Perspektive finde ich das sehr traurig, ohne genau zu wissen, was der Austritt für mich persönlich überhaupt bedeuten wird, beispielsweise in Sachen Reisen. Aber, und das war gestern vielen Reaktionen zu entnehmen, es wird viele Menschen in ihrem Berufs- und Alltagsleben massiv beeinflussen, und zwar sowohl in Großbritannien als auch in anderen europäischen Ländern.

Was darüber hinaus Anlass zur Sorge gibt ist die EU als Gesamtkonstrukt. Ich bin ein 1981er Jahrgang. Seitdem ich halbwegs bewusst mitbekomme, was politisch vor sich geht, gibt es die Europäische Union bzw. ihren Vorgänger, die Europäische Gemeinschaft. Ich habe in den letzten Jahren mitbekommen, wie Europa immer mehr zusammengewachsen ist. Grenzen wurden gelockert, wenn auch nicht ganz abgeschafft, eine gemeinsame Währung wurde in vielen Ländern installiert. Auch wenn das nicht immer für alle sofort einen Vorteil bringt, was für ein unglaubliches Potenzial das alles hat! Für einige Jahre hatte man (also ich, und ich war damit nicht alleine) wirklich das Gefühl, es könnte so etwas wie ein geeintes Europa entstehen, sozusagen die Vereinigten Staaten von Europa.

Seit einigen Jahren wird allerdings immer deutlicher: Das war und ist wohl nur ein Wunschdenken meines harmonischen und pazifistischen Ichs. Der Ausstieg Großbritanniens ist der bisherige „Höhepunkt“ der immer stärker werdenden nationalstaatliche Tendenzen in vielen Mitgliedsländern der EU. Ein Trend, der mir Sorge bereitet und den ich nicht nachvollziehen kann. Noch weniger kann ich den Stolz auf einen solchen Staat. Mit welcher Begründung sollte ich stolz darauf sein, zufällig innerhalb dieses oder jenes Staatsgebiets geboren zu sein? Für mich ein vollkommen absurder Gedanke. Und die Kleingeistigkeit, die viele Leute zeigen, die „stolz auf ihr Land“ sind, ist die beste Bestätigung dafür.

Für viele andere aber offensichtlich nicht, unabhängig von ihrer Nationalität. Gleichzeitig haben viele ein diffuses Angstgefühl, eine Abneigung oder anderweitige Manschetten gegenüber der EU, von Fremden mal ganz abgesehen. Und eins ist mal klar: Die EU ist alles andere als perfekt. Aber bei all ihren Fehlern, Unausgewogenheiten und auch Ungerechtigkeiten, bei all der Bürokratie und Intransparenz, bei allem, was wirklich besser laufen könnte – es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass die EU im Vergleich zum einzelnen Nationalstaatskonstrukt die schlechtere Alternative wäre? Aber es ist erschreckend, wie viele genau das behaupten und auch zu glauben scheinen. An irgendeiner Stelle las ich heute sinngemäß: „Die EU ist das Versprechen eines dauerhaften Friedens. Aber dieses Versprechen reicht offenbar nicht mehr aus.“

Was zur Hölle kann denn bitte dagegen sprechen? Wollen wir wieder bewehrte, bewaffnete Grenzen von Land zu Land? Sind wir schon wieder so weit, dass es uns langweilt, wenn (in Europa) „nur“ Frieden herrscht? Und wer hat  denn in Großbritannien bitte gegen die EU gestimmt? Doch wohl die Generation, die mit dem Resultat am wenigsten lange leben muss und die sich eigentlich noch am besten zumindest an die Folgen eines Krieges erinnern kann. Sie verbauen den jüngeren Generationen die Freizügigkeit, die die EU-Mitgliedschaft bietet, sie wünschen sich wahrscheinlich das britische Empire von anno dunnemals zurück. Und prompt stehen die ganzen schlimmen Maden wie Wilders, Le Pen oder Höcke geifernd vor den Mikrofonen und fordern weitere Referenden. Und dieser widerliche Nigel Farage stellt sich allen Ernstes hin und behauptet, man habe den Umsturz geschafft, ohne eine einzige Kugel abzufeuern. Acht Tage nach der Ermordung von Jo Cox. Warum nicht ihren Angehörigen gleich offen ins Gesicht spucken?

Solche Leute haben es tatsächlich geschafft, Großbritannien zu spalten und die Leute . Ich hoffe inständig, dass es in anderen Ländern, unter anderem in Deutschland, nicht erst soweit kommen wird. Und dass wir dieses großartige Projekt, das die Europäische Union in meinen Augen wirklich ist und noch viel mehr sein könnte, nicht verlieren oder zerstören. Das wäre wahrlich von vielen Dummheiten, die sich die Menschheit leistet, eine der größten. Was ja offenbar auch etlichen Briten mittlerweile aufgegangen ist, die für „Leave“ gestimmt haben und es jetzt bereuen, weil das ja bedeutet, dass man die EU verlässt. Nun ja, das hat einem wieder keiner erklärt, oder wie? Diese Stimmen sind eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass manche Dinge nicht in einer Volksabstimmung geklärt werden sollten…