Gehört und gesehen: Pelle Carlberg im Bunker Ulmenwall

Neulich habe ich ja schon festgestellt, dass ein Kinofilm am Sonntagabend ein ziemlich guter Wochenendabschluss ist. Das gilt auch für ein Konzert, und zwar ganz besonders, wenn es zu einer so benutzerfreundlichen Uhrzeit wie 17.30 Uhr beginnt. Nicht umsonst heißt die Konzertreihe im Bielefelder Bunker Ulmenwall ja „Zwischen Torte und Tatort“ (Der frühe Beginn hatte natürlich für uns den angenehmen Nebeneffekt, dass man bei der Rückfahrt nach Dortmund nicht erst mitten in der Nacht ankommt).
Zum Abschluss des sonnigen Wochenendes in Ostwestfalen stand also eben diese Konzertreihe auf dem Programm. Bevor Pelle Carlberg die kleine Bühne betrat, gab sich Flemming Borby (gemeinsam mit seiner Freundin und ehemals Sänger der Band Labrador) die Ehre. Bis auf seine feuerroten Haare hat er allerdings keinen allzu großen Eindruck hinterlassen. Da war es auch nicht weiter schlimm, dass wir wegen des schönen Wetters die ersten paar Minuten verpasst hatten.

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Ohne große Umschweife – weil nur mit einer Akustikgitarre bewaffnet – kam dann Pelle Carlberg auf die Bühne und brachte das überschaubare, aber angenehm aufmerksame und leise Publikum ein ums andere Mal zum Lachen und Lächeln. Mal lustige, mal traurige, aber immer charmante Popsongs wechselten sich mit kürzeren oder längeren, immer sehr unterhaltsamen Geschichten über eben jene Songs ab. Zum Beispiel darüber, wie der Song „Pelle Carlsberg“ entstanden ist, in dem er darüber singt, dass der Veranstalter eines Konzerts in Malaysia ihn nicht mit vollem Namen aufs Konzertposter nehmen wollte, weil er Angst hatte, der Name könnte den Sponsor des Events verärgern: Tiger Beer. Carlberg, Carlsberg – kann man ja schon mal verwechseln. Andere wären vermutlich beleidigt, Pelle Carlberg betritt die Bühne in Malaysia mit dem Satz „Hi, I’m Pelle Tiger Beer“ und schreibt hinterher noch einen Song drüber. Dieser Mann, der nach eigenem Bekunden abseits des Mikrofons eher schüchtern ist, ist auf der Bühne ein toller Entertainer – und zwar trotz eher leiser und sehr höflicher Töne. Gefreut habe ich mich außerdem, dass er den einen oder anderen Edson-Song in die Playlist eingebaut hat.

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Kurz vor Schluss durftenn wir uns dann bei „Pamplona“ (die Stadt, in der sein Vater „zum Mann wurde“) noch als Hintergrundchor betätigen, bevor Pelle Carlberg pünktlich zum Tatort-Start sein Set beendete. Irgendwie schade, ich hätte ihm durchaus noch ein Stündchen oder zwei zuhören können. Den Tatort haben wir ja aufgrund der Rückfahrt sowieso verpasst. Macht aber nix, das war es allemal wert. Für das nächste Carlberg-Konzert wünsche ich mir dann schon einmal das hier:

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