Gehört und gesehen: The Strypes, Gebäude 9

Zwei Dinge vorweg:

1. Das Gebäude 9 in Köln muss unbedingt erhalten bleiben! Aufgrund einer geplanten Wohnbebauung soll es von seinem angestammten Standort weichen. Nähere Informationen dazu findet man zum Beispiel hier. Es wäre allerdings eine echte Schande, denn es ist wirklich ein toller Ort für Konzerte. Eine Petition zum Erhalt des Gebäude 9 kann man übrigens ebenfalls unterzeichnen. Bitte unterschreiben Sie hier!

2. Ich warte immer noch auf das DJ-Set von Alan McGee…

Jetzt aber zum eigentlichen Thema, präsentiert vom Gedanken „Die könnten ja meine Kinder sein!“. Na gut, was sollen die Teile des Publikums gedacht haben, die noch deutlich älter sind als ich, aber hey: Es wäre im Bereich des Möglichen… Die Rede ist natürlich von den Strypes aus Irland, dieser formidablen Band, die so jung ist, dass sie in den allermeisten Ländern dieser Welt gerade mal leichten Alkohol kaufen darf. Wenn überhaupt. Und die gleichzeitig eine Musik macht, die man so gar nicht mit 15- bis 17-jährigen verbindet. Dem Klischee nach zumindest natürlich.

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Die große Rock’n’Roll-Geste sitzt dafür aber schon ganz hervorragend. Ist aber auch angemessen, passt ja gut zum schnellen Rock’n’Roll, der sich quasi ohne Pause durch das gesamte Set zieht. Inklusive Ramones-Cover in der Zugabe. Das kann man schon so machen, vor allem, wenn man das so gut macht wie die Strypes. Keine Ahnung, ob die schon seit dem Kindergarten ihre Instrumente spielen oder ob sie einfach wahnsinnig talentiert sind, aber neben der großen Pose kommen dabei eben auch großartig gespielte Songs raus. Ich habe mich jedenfalls das eine oder andere Mal dabei ertappt, wie ich ungläubig den Kopf schüttelte, dass diese Jungs (darf man in dem Fall ruhig noch sagen) so gut sind. Hauptsächlich aber hatte ich richtig viel Spaß. Ich weiß nicht, ob es die Band in fünf, zehn oder zwanzig Jahren noch geben wird und vor allem, ob sie dann (immer noch) erfolgreich sind – aber gerade jetzt sollte man sie sich ansehen, wenn die abgebrühte Rockstargeste auf (sorry, Klischee-Phrase) jugendliche Ungestümheit trifft. Sowas erzeugt Dauergrinsen, Tanzen und allgemeine gute Laune im Publikum. Und was will man schließlich mehr bei einem Konzert?

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Hier noch ein Live-Eindruck inklusive meiner Lieblings-Coverversion des letzten Jahres:

Wenn an diesem Abend überhaupt irgendetwas schade war, dann die Tatsache, dass das angekündigte DJ-Set von Alan McGee (man munkelte, es wäre tatsächlich genau dieser Mann angekündigt und keine lokale DJ-Größe, die sich ihm zu Ehren so genannt hat) dann doch nicht stattgefunden hat. Vielleicht hatte er keine Lust, vielleicht war er müde, vielleicht war es auch alles nur Quatsch. Aber bei Mr McGee hätte ich mir doch gerne ein Fan-Foto abgeholt. Naja. Ein anderes Mal vielleicht…

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2 Gedanken zu „Gehört und gesehen: The Strypes, Gebäude 9

  1. Nummer Neun

    Die machen live wirklich Spaß – wenn ich das so sagen darf, da ich sie bisher nur als Support für, nunja, die Arctic Monkeys gesehen habe.

    Antwort

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