Wie ich einmal das (vielleicht) beste UEFA-Cup-Endspiel aller Zeiten versäumte

Nach dem gestrigen Finale der Europa League hat 11 Freunde heute auf der Website ein Video gepostet, in dem das Finale aus dem Jahr 2001 zusammengefasst. Damals hieß der Wettbewerb noch UEFA-Cup bzw. UEFA-Pokal und das Finale wurde im Dortmunder Westfalenstadion ausgetragen. Quasi vor der Haustür. Gegenüber standen sich der ruhmreiche Liverpool FC und der relativ kleine spanische Klub Deportivo Alavés, der, soweit ich mich erinnere, gerade international einen tollen Offensivfußball zeigte.
Nach einer kurzen Recherche lässt sich herausfinden: Im Stadion waren damals gerade einmal etwas mehr als 48.000 Zuschauer. Jetzt weiß ich nicht, ob die Kapazität damals schon so hoch war wie heute, aber das heißt, dass noch locker 20.000 Leute Platz gefunden hätten. (Stehplätze gab es damals international auch schon nicht mehr, glaube ich)
Das „Schlimme“ daran: Ich hätte ganz leicht einer von diesen 20.000 sein können. Anders als heute waren die Karten damals ganz bequem zu bekommen und vor allem – für ein Spiel dieser Kategorie – nahezu spottbillig. (An den genauen Preis erinnere ich mich nicht, aber selbst als angehender Student wäre das damals für mich kein Hinderungsgrund gewesen, so viel weiß ich noch) Aus irgendeinem Grund aber bin ich nicht zu diesem Spiel gegangen. Keine Ahnung, was mich da geritten hat. Ich vermute mal, dass es ebenfalls ein Mittwoch war und ich selbst beim Training war. Oder ich hatte etwas anderes vor, was immer das auch gewesen sein könnte. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, was ich von dem Spiel, wäre ich dabei gewesen, wohl kaum sagen würde.
Was für eine Ignoranz, eine Dummheit! Darüber habe ich mich schon so oft geärgert, und ganz besonders kommt der Gedanke natürlich immer dann, wenn wieder ein Endspiel um diesen Pokal stattfindet. Aber anscheinend habe ich das damals nicht so ganz geschnallt, was für eine seltene Gelegenheit das war. Denn eins ist sicher: Auch wenn ein solches Endspiel mal wieder in der Nähe stattfindet – so einfach und günstig wird es nie wieder werden, live dabei zu sein. Und dann noch bei einem solchen Spiel! Verlängerung, neun (9!) Tore, zwei gelb-rote Karten, das Golden Goal (gab’s damals auch noch) ein Eigentor in der 117. Minute. Stars wie Steven Gerrard, Robbie Fowler, Sami Hyypiä sowie die deutschen „Legionäre“ Babbel und Didi Hamann. Ganz zu schweigen von XL-Trikots und absurd schnauzbärtigen Spaniern auf der Trainerbank. Ich könnt mich heute noch ohrfeigen.
Aber nützt ja nix, ich hab es damals eben verbaselt und muss mir daher heute (mal wieder) wehmütig die Bilder dieses aufregenden Spiels ansehen. Viel Spaß dabei! (Leider ist die Bildqualität ein bisschen mau)

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