Gehört und gesehen: David Bowie, Martin-Gropius-Bau, Berlin

David Bowie war in Berlin??? Naja, nicht ganz, bzw. nicht in Person. Aber in Form der wunderbaren Ausstellung, die vor einiger Zeit bereits im Londoner Victoria and Albert Museum (das die Ausstellung auch kuratiert) zu sehen war und nun für einige Wochen in Berlin im schönen Martin-Gropius-Bau gezeigt wird.

In der Ausstellung selbst durfte man nicht fotografieren. Daran habe ich mich selbstverständlich gehalten, daher gibt es "nur" ein Bild des Ausstellungsposters am Eingang

In der Ausstellung selbst durfte man nicht fotografieren. Daran habe ich mich selbstverständlich gehalten, daher gibt es „nur“ ein Bild des Ausstellungsposters am Eingang

Kostüme, Bilder, Ton- und Videodokumente, Songtexte, handgeschriebene Notizen, Poster, Bühnenoutfits, Memorabilia in allen Formen und Farben – die Macher der Ausstellung haben wirklich ganze Arbeit geleistet und aus allen Epochen von Bowies Schaffen eine Reise durch seine Karriere zusammengestellt, die wie im Fluge vergeht. Dass trotz dieser vielen Details der Figur David Bowie immer noch ein gewisser Mythos anhaftet, zeigt: Dieser Mann ist einfach nicht zu fassen. Noch nicht einmal in einer so umfangreichen Dokumentation seines Schaffens.

Und das ist auch gut so. Wäre ja auch langweilig, wenn eine Ausstellung eine einzigartige Karriere wie diese einfach entzaubern würde. Aber sie bietet wirklich viele interessante Einblicke, nicht nur in sein Schaffen an sich, sondern auch in seine Motivation und Inspiration, seine Arbeitsweise, über seine Wegbegleiter und vieles mehr. Wie er nicht einfach „nur“ Musiker war, sondern sich eben auch um Artwork, Bühnenbilder, Kostüme – einfach um das große Ganze gekümmert hat.

Dass der Mann jede Menge Hits geschrieben hat, weiß man natürlich. Aber in der Ausstellung ist mir (mal wieder) bewusst geworden, wie viele das doch eigentlich sind, auch weil ich ihn schon seit einiger Zeit nicht mehr bewusst gehört hatte. Und ich habe mich zum wiederholten Male sehr glücklich geschätzt, dass ich ihn tatsächlich schon einmal live erleben konnte. Ziemlich genau zehn Jahre ist das her, es war sein bis dato letztes Konzert, und es war überwältigend. Die Erinnerung daran (und damit verbunden eine ordentliche Gänsehaut) kam während des Ausstellungsbesuchs öfter mal hoch, vor allem in dem Raum, der fast komplett aus LED-Screens, Fernsehern und Boxen bestand und in dem Live-Mitschnitte fast in Konzertlautstärke liefen. Ganz großes Kino. Ich war begeistert und bin es immer noch. Eine wirklich tolle Ausstellung über einen famosen Künstler.

Und hier noch zwei Profitipps für die Planung des Besuchs: Möglichst vormittags hingehen, wahrscheinlich am besten an einem Werktag. Als wir am Samstagmittag aus dem Museum kamen, war die Schlange nämlich schon sehr lang. Und: Auf jeden Fall den Audioguide (kostenlos) nutzen! Ohne den geht einem nämlich sehr viel verloren. Wir haben das zum Glück gemacht, aber darauf hingewiesen wird man eigentlich nur unzureichend. Und es wäre doch schade, wenn einem so viel durch die Lappen geht.

Und jetzt: auf nach Berlin zur Ausstellung! Die ist übrigens bis zum 24. August verlängert worden. Es lohnt sich wirklich! Und falls es damit nichts wird, dann wenigstens viel Spaß hiermit!

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Ein Gedanke zu „Gehört und gesehen: David Bowie, Martin-Gropius-Bau, Berlin

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