The times they are a-changin‘

Seien wir doch mal ehrlich: Früher war mehr Musik.

Lassen Sie mich erklären: Früher, das meint in meinem Fall die Studentenzeit und zum Teil auch noch die ersten Berufsjahre in the middle of nowhere. Mehr Musik heißt: Man (also ich) hatte einfach mehr Zeit und Lust, sich ausufernd mit der Suche nach neuen Bands oder neuen Songs und Alben von Lieblingsbands zu beschäftigen. Da gingen schon mal einige Stunden dabei drauf, diverse Websites und/oder Musikmagazine nach News, Downloads etc. abzusuchen. Und auch einige Gruppen im StudiVZ (die älteren werden sich erinnern) waren durchaus eine große Hilfe beim Entdecken „neuer“ Musik. Von noch früher – also Zeiten, in denen Musiksender im TV noch solche waren und eine gewissen Relevanz besaßen – fang ich mal gar nicht erst an.

Und Achtung, jetzt wird ein bisschen gejammert: Heute ist diese Zeit weitaus knapper gehalten. Nach Arbeit, Sport und sonstigen Freizeitaktivitäten bleiben eben nicht mehr so viele Stunden übrig, und dazu gibt es auch den einen oder anderen Abend, an dem ich mich tatsächlich lieber, manchmal auch stumpf, vom TV unterhalten und informieren beschallen lasse, als auf die Suche nach dem neuen heißen Scheiß zu gehen. So einfach ist das leider.

Kann ich aber auch mit leben. Denn natürlich spielt Musik immer noch eine große Rolle. Ich gehe, nein, wir gehen nach wie vor auf viele Konzerte und kaufen fleißig Platten, CD und mp3. Letzteres in meinem Falle vielleicht sogar mehr als je zuvor. Nur die Herangehensweise hat sich geändert. Beim wunderbaren Way Back When vor einigen Wochen ersetzte das Scouting vor Ort quasi die Online-Recherche. Funktioniert beim Haldern Pop auch häufig. Oder man entdeckt gute Künstler als Support Acts bei Konzerten (leider nicht so häufig wie man sich wünschen würde). Gut, das ist alles nix neues, aber es überwiegt (bei mir) mittlerweile deutlich.

Natürlich hilft dieses Internet, von dem ja mittlerweile wirklich alle reden, auch weiterhin beim Entdecken. Besonders Social Media. So hätte ich ohne einen Tweet dieses Herrn mit dem sympathischen Blognamen wohl nie die italienische Band Smart Cops kennen gelernt, deren mittlerweile drei Jahre altes Album ich in Deutschland nur als mp3-Version bei Amazon fand. Oft weiß ich auch schon gar nicht mehr genau, wo im Internet ich eine Band entdeckt habe, z.B. Mozes And The Firstborn. Könnte in einer Playlist bei Spotify gewesen sein, das meiner Meinung nach übrigens eine gute Quelle für so etwas darstellt, auch wenn viele (auch viele Künstler) etwas anderes behaupten. Wobei auch dabei wieder gilt: Man braucht ein bisschen Zeit, denn natürlich fliegt einem da auch viel Mist entgegen.

Und dann gibt es manche Bands, die kaufe ich (fast) ungehört und nur aus einem Grund: Wegen ihres Bandnamens. Hat schon ein paar Mal sehr gut funktioniert – The Dackel 5, Suit And Tie Johns und The Supernovas seien hier als Beispiele genannt. Dieses „Konzept“ kann aber natürlich auch in die Hose gehen. Bezeichnenderweise kann ich mich an diese Band-/Künstlernamen auch nicht erinnern. Und zum Suchen/Nachforschen fehlt mir sowohl die Lust als auch, vor allem, die Zeit. Womit wir wieder beim Thema wären…

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2 Gedanken zu „The times they are a-changin‘

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