Von Grottenolmen und Wohlfühlflair: Zwei Tage in Slowenien

Fährt man mit dem Auto nach Kroatien, durchquert man dabei das relativ kleine Slowenien. Relativ klein, weil es gerade einmal etwas mehr als zwei Millionen Einwohner hat und man die Nord-Süd-Durchquerung mit dem Auto etwa zwei Stunden schafft – obwohl man den letzten Teil der Strecke über Land fährt, zumindest auf unserer Route Richtung Rijeka.

Auf dem Rückweg haben wir uns aber etwas mehr Zeit genommen. Da wir samstags unsere Ferienwohnung recht früh räumen mussten, waren wir schon am frühen Mittag in Postojna, um uns die berühmten Höhlen (Postoinska Jama) anzusehen. Mit einer elektrischen Bahn ging es zunächst einmal einige Kilometer ins Höhleninnere, und ich ertappte mich mehrmals dabei, in den engen Tunneln unwillkürlich den Kopf einzuziehen.

Lieber mal vorsorglich den Kopf einziehen: Die Fahrt in die Höhle

Lieber mal vorsorglich den Kopf einziehen: Die Fahrt in die Höhle

Schon auf der Fahrt gab es beeindruckende Tropfsteine zu bewundern. Unten angekommen wanderten wir ca. eine Dreiviertelstunde unter fachkundiger Führung durch die wunderschöne, seltsame Landschaft tief unter der Erde, die sich nach wie vor ständig verändert, und staunten über dieses sich über Jahrmillionen hinziehende Naturschauspiel. Bevor es dann mit der Bahn wieder zurück zur Oberfläche ging, konnten wir uns noch die putzigen Grottenolme ansehen und die Akustik im Konzertsaal (da finden tatsächlich schon seit vielen Jahrzehnten Konzerte statt) testen. Ein großartiger Ausflug!

Der schiefe Turm von Pisa in der Stalagmiten-Variante

Der schiefe Turm von Pisa in der Stalagmiten-Variante

Leider regnete es über der Erde immer noch, es ging also im Regen die restlichen 50 km in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. In unserem schönen, sehr zentral gelegenen Hotel angekommen machten wir uns wetterfest und erkundeten schon einmal die Stadt. Da es schon auf den Abend zuging und das Wetter, wie gesagt, nicht gerade ideal war, beschränkten wir uns zunächst auf die wunderschöne Innenstadt, die sich zu beiden Seiten der Ljubljanica erstreckt.

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Setzten uns in ein wunderbares Cafe (das würde ich am liebsten abbauen und hier eins zu eins wieder aufbauen), staunten über die vielen kleinen Geschäfte fernab der üblichen Innenstadtketten (leider waren viele am frühen Samstagnachmittag schon geschlossen) und waren generell begeistern von der Schönheit der Stadt.

Kaffee oder Chemieunterricht? Kaffee! Köstlicher Kaffee.

Kaffee oder Chemieunterricht? Kaffee! Köstlicher Kaffee.

Wie sagte meine liebste Urlaubsbegleitung so schön: „Würde die Sonne scheinen, dann würde ich spontan auswandern.“ Als der Regen dann doch zu stark wurde, zogen wir uns zum Burgeressen zurück.

Am nächsten Tag hatten wir etwas mehr Glück mit dem Wetter und machten uns per Seilbahn auf den Weg zur Burg. Erstmal ist eine Burg ja (fast) immer einen Besuch wert, und zweitens bietet sie in diesem Fall einen tollen Rundumblick über die Stadt.

Die Burg von unten

Die allerdings von unten schöner aussieht als von oben. Also lieber noch ein bisschen die Burg erforschen. Zwar haben wir uns ein Ticket gespart, weil wir ja nicht ganz so viel Zeit hatten, aber es gibt auch kostenlos viel zu entdecken.

Die Stadt von oben

Die Stadt von oben

Nach einiger Zeit machen wir uns wieder auf den Weg hinab und schlendern erneut am Fluss entlang, durch hübsche kleine und große Straßen und Gassen, über einen Flohmarkt und ich denke: „Man sollte diese Stadt in Ljublyeahna umbenennen, so schön ist es hier.“ Als wenn dieser Gedanke bestraft werden sollte, fängt es kurze Zeit später wieder an zu regnen – fast an der gleichen Stelle, an der wir schon am Vortag richtig nass wurden – und wir beschließen, zum Auto zurückzukehren und uns auf die letzte Urlaubsetappe zu machen. Zum Chiemsee. Aber nach Ljubljana, da sind wir uns sicher, kommen wir bestimmt noch einmal zurück!

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Schuhaufbewahrung the Ljubljana way

Schuhaufbewahrung the Ljubljana way

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4 Gedanken zu „Von Grottenolmen und Wohlfühlflair: Zwei Tage in Slowenien

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