Verschrieben #3: Von „Simphonien“, „Tirkos“ und stacheligen Gäulen

In den letzten Tagen waren gleich mehrere „schöne“ Wortkreationen zu finden. Tatsächlich musste ich über „Simphonie in Sand“, gefunden in der Spiegel Online App und immerhin eine Überschrift, etwas länger nachdenken, was denn wohl gemeint sein könnte. Ist das etwa eine neue Schreibweise für „Symphonie“? Auch das Internet wusste keinen Rat. Einen Tag später wurde daraus dann „Sinfonie“. Sieht auch nicht besonders schön aus, ist aber immerhin grammatikalisch korrekt.

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Beim „Dornrößchen“, gefunden in der Onlineausgabe der Ruhr Nachrichten und der WAZ, ist ja jedem ziemlich schnell klar, was gemeint ist. Das lustige hierbei: Ob nun eine kleine Rose oder ein kleines Ross gemeint ist: Beides wäre falsch! Ein doppelter Verschreiber sozusagen. Es muss natürlich das „Dornröschen“ sein, das aus seinem Schlaf erwacht. Wobei: Ein „Dornrösschen“ wäre ja auch einmal ein spannender Anblick. Aber vermutlich schwierig zu reiten, außer mit einer Ritterrüstung vielleicht. Ein dorniges Ross wäre ohnehin bestimmt ein super Reitpferd in einer Schlacht gewesen. Und wieder eine Erfindung, die leider nie gemacht wurde… Zwei Tage später stand der Teaser mit dem entsprechenden Wort übrigens noch genauso im Netz.

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Die Krone setzten sich die Ruhr Nachrichten aber mit folgender Überschrift auf: „Aktion: Gewinnen Sie jeden Monat einen Tirkosatz“. Gut, dass der Artikel in der Rubrik Lokalsport erschienen ist, sonst wäre man ja echt ins Überlegen gekommen. So war beim zweiten Blick relativ schnell klar, dass man einen „Trikotsatz“ gewinnen kann. Tirko, Trikot – könnte man trotzdem merken, schon beim Schreiben. Von nochmaligem Lesen vor der Veröffentlichung wage ich ja schon gar nicht zu sprechen. Immerhin war dieser Klopper aber relativ schnell aus der Welt geschafft.

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Ich musste übrigens beim letzten Beispiel sofort an den wunderbaren Axel Hacke und seinen „Zirkolino“ denken! Ach herrje, und immer, wenn ich an Axel Hacke und seine Wumbaba-Geschichten denke, habe ich sofort einen Ohrwurm. Welchen? Na Ladislav Bonita natürlich! Kennen Sie nicht? Ich wette, dass doch!

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