Gehört und gesehen: Noel Gallagher’s High Flying Birds, Mitsubishi Electric Halle

Diese Geschichte beginnt damit, dass unser „Stammparkplatz“ an der Halle bereits belegt war. Notgedrungen parkten wir also etwas weiter weg, und der Weg vom Auto zur Halle führte durch die Unterführung der S-Bahn-Station Oberbilk.

Warum das von Belang ist? Weil sich genau dort, unter den Gleisen, einer von diesen Momenten zugetragen hat, von denen es landläufig immer heißt: „Davon werde ich noch meinen Enkeln erzählen.“ Und dazu brauchte es gar nicht viel – „nur“ einen (cleveren) Typen mit Gitarre, Verstärker und Tablet, der, als die Meute aus der Halle strömte, Oasis-Songs spielte. So weit, so einfach. Wer die Fans der Gebrüder Gallagher kennt, kann sich schon ungefähr vorstellen, wie die Geschichte weiter ging. Nämlich zum Beispiel so:

Ganz großes Kino! Und ich stand etwa 20 Minuten in einer kalten und zugigen S-Bahn-Station und war einfach nur glücklich. Ein überragender Abschluss!

Noel Gallagher's High Flying Birds in Düsseldorf

Noel Gallagher’s High Flying Birds in Düsseldorf

Ach ja, der Chief hat ja vorher auch noch gespielt… Spaß beiseite! Auch das eigentliche Konzert von Noel Gallagher und seinen hoch fliegenden Vögeln war, wieder einmal, ein Genuss. Ich hatte mich vorab bei dem Gedanken erwischt: „Naja, den hast du jetzt so oft gesehen, so was Besonderes ist das ja nicht mehr.“ Und doch war ich kurz vorher aufgeregt und voller Vorfreude, und doch hatte ich wieder etliche Gänsehautmomente und ein paar mal feuchte Augen. Und das nicht nur (aber auch!) bei den ausgewählten Oasis-Songs, die zur Setlist gehörten. Das waren: Fade Away (alleine dafür hat sich der Eintrittspreis gelohnt), Champagne Supernova, Digsy’s Dinner, Don’t Look Back in Anger und, als letzter Track der Zugabe, The Masterplan. Rund herum gab es natürlich massig Hits von den beiden High Flying Birds Alben. The Death Of You And Me, Everybody’s On The Run, If I Had A Gun, The Dying Of The Light; um nur einige zu nennen.

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Richtig gut war die Unterstützung der Band durch die drei Mann starke Bläsergruppe, im Bild ganz links zu sehen. Deren Sound passt nicht nur bei den neuen Songs ganz hervorragend ins Klangbild. Der Kern der HFB ist sowieso über jeden Zweifel erhaben – so überlässt der Meister viele Soli mittlerweile problemlos dem Kollegen Smith an der Electric Guitar. Könner unter sich eben. Eine Topband mit Topsongs, die vom Publikum zu Recht gefeiert wurde.

Es waren also an sich schon alle Zutaten für einen grandiosen Konzertabend beisammen, und die kleine Aftershowparty im Bahnhof hat das Ganze noch um einen Funken Magie bereichert, so dass wir, Coco Lores, die Liebste und ich, selig grinsend wieder zum Auto marschierten. Passiert so wahrscheinlich auch nicht bei bzw. nach allzu vielen Konzerten. Mad fer it all the way!

Der Chief, angemessen beleuchtet

Noel G., angemessen beleuchtet

(Beim WDR Rockpalast kann man übrigens ein bisschen was vom Konzert in bester Qualität anschauen, da das Konzert live auf EinsPlus übertragen wurde. Möglicherweise folgt in Kürze auch die Aufzeichnung des gesamten Konzerts.)

Raus mit (tosendem) Applaus

Raus mit (tosendem) Applaus

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4 Gedanken zu „Gehört und gesehen: Noel Gallagher’s High Flying Birds, Mitsubishi Electric Halle

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