Gehört und gesehen: Paul Weller, Gloria, Köln

Der Modfather kommt! Grund genug, 50 Euro für ein Ticket und eine Montagabendfahrt nach Köln auf sich zu nehmen.

Es war der erste Tag nach den Osterferien, also lieber ein bisschen früher losfahren. Dachten wir, waren dann aber erstaunlich früh in Köln – nur um festzustellen, dass das anvisierte Parkhaus wegen Bauarbeiten gesperrt war. Also noch zweimal um den Block und ein anderes gewählt. Gut, dass die Umgebung des Gloria da so viel Auswahl bietet.

Zweite Überraschung: Das Konzert war nicht ausverkauft, und als wir eine knappe halbe Stunde vorher den schönen Saal betraten, war es nicht einmal sonderlich voll. Das änderte sich zwar noch, aber es war nicht so voll, wie wir gedacht hätten. Angenehm. Und außerdem steht man im Gloria ja hervorragend, da der Saal zur Bühne hin ja leicht abfällt. Die Vorband, The Vals, war ebenfalls angenehm: Nette Gitarrensongs mit deutlicher Anlehnung an Britbands wie Ocean Colour Scene. Was ja passt, schließlich spielt deren Gitarrist Steve Cradock ja auch in Paul Wellers Band.

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Der Chef betrat dann samt Band pünktlich um neun die Bühne und legte gleich mit „White Sky“, einem neuen, kraftvollen Song los. Danach folgte ein echter Klassiker aus dem Solowerk Wellers, „Come On / Let’s Go“. Damit war das Muster des Abends vorgegeben. Stücke des neuen, im Mai erscheinenden Albums wechselten sich mit älteren Tracks aus der immerhin jetzt auch schon über 20 Jahre Solokarriere ab, zum Beispiel „From The Floorboards Up“ oder „You Do Something To Me“.

Klavier kann er ja auch, der Paul.

Klavier kann er ja auch, der Paul.

Mit Weller am Klavier fand unter anderem auch der Titeltrack des kommenden Albums statt, Saturn’s Pattern. Macht auf jeden Fall Appetit aufs Album, wie auch die anderen Songs. Das Set in Köln beinhaltete übrigens keine Songs von The Jam, keine Songs von The Style Council – und erntete trotzdem volle Begeisterung bei uns und beim gesamten Publikum, das Weller erst nach zwei Zugaben, die zweite endet mit dem famosen „The Changingman“, von der Bühne gehen lässt. Wobei, das Publikum hätte gerne noch eine dritte gehabt, aber Paul und Kollegen mochten oder konnten vielleicht nicht mehr. Schade!

Was bleibt, neben dem Plektrum, das einer der Roadies beim Aufräumen der Bühne in meine Richtung schmiss: ein herausragendes Konzert eines Mannes, der unzählige großartige Songs geschrieben hat und der eine tolle Band um sich versammelt hat.

von links nach rechts: Andy Lewis, Ben Gordelier, Paul Weller, Steve Pilgrim, Steve Cradock, Andy Crofts

Hoffentlich macht der Mann noch lange so weiter! Ich freu mich schon auf das neue Album, und ich freu mich schon auf die nächste Tour!

Souvenir!

Souvenir!

 

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3 Gedanken zu „Gehört und gesehen: Paul Weller, Gloria, Köln

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