Heimatliebe: Dortmund und Castrop-Rauxel

Bei Maike bin ich auf die große Heimatliebe-Blogger-Landkarte aufmerksam geworden. Die Teilzeitreisenden rufen dabei dazu auf, darüber zu bloggen, warum man seine Heimat liebt. Denn das sind natürlich auch alles super Tipps für Reisende, die vielleicht mal genau dort hin fahren. Und auch wenn Maike schon ein sehr schönes Loblied auf Dortmund gesungen hat, hab ich mir gedacht: Das ist eine schöne Idee, da mache ich auch mit! Bei mir geht es ja schließlich nicht exklusiv um Dortmund, und ein bisschen Extralob hat die Region verdient und kann es auch gebrauchen.

Aufgewachsen bin ich in Castrop-Rauxel, seit mittlerweile viereinhalb Jahren lebe ich nach einigen Jahren außerhalb von NRW nun in Dortmund. Daher ist mein Beitrag zur Heimatliebe nicht auf eine Stadt begrenzt, sondern auf den „Großraum Dortmund“ ausgeweitet. Denn selbst wenn ich mich gerne auch mal in Bochum, Essen und Co. rumtreibe, ist das letztlich die Heimatbasis, und als Castrop-Rauxeler kannte ich mich ja auch vorher in Dortmund schon ganz gut aus. Schon damals war Unsere Ecke hat viel zu bieten! Unter anderem diese vier Vorzüge:

Der Melting Pott

Abgesehen von ein paar rechten Spinnern und Ewiggestrigen, die es nicht wahr haben wollen: Das Ruhrgebiet war, ist und bleibt bunt, multikulturell und vielfältig. Hier gibt es von allem und jedem etwas, und genau das ist es, was die Region so spannend macht. Alt trifft auf neu, zugezogen auf alt eingesessen, arm auf reich, Malocher auf Akademiker – weißte Bescheid! Eben alles in einen Pott geworfen, so wie sich das in einer urbanen, sich stetig wandelnden Metropole gehört. Man findet alles: Kneipen, tolle Restaurants, Cafés, jede Menge Buden und Leckereien aus aller Welt. Die Leute sind herzlich, aber direkt, ein bisschen spröde, aber immer hilfsbereit; hier krisse ne ehrliche Antwort ohne viel Trallafitti und im besten Dialekt, wo gibt!

Manchmal gehen wir für ne Party auch einfach auf die Straße. Hier beim Stillleben im Kreuzviertel.

Manchmal gehen wir für ne Party auch einfach auf die Straße. Hier beim Stillleben im Kreuzviertel.

Die Pottspots

Es gibt hier viel, sehr viel Sehenswertes zu entdecken. Neben den bekannten Touristenmagneten (jawoll, die gibt es hier nämlich) wie Zollverein, Dortmunder U, Gasometer Oberhausen, Landschaftspark Nord oder Westfalenpark lohnt dabei immer auch der Blick auf die kleineren, nicht so bekannten Anlaufpunkte. Zum Beispiel die ehemalige Zeche Erin in Castrop-Rauxel, deren Gelände heute eine Mischung aus Gewerbe- und Landschaftspark ist. Oder der Hammerkopfturm mit keltischem Baumkreis, ebenfalls in Castrop-Rauxel. Oder das Lanstroper Ei und seine Umgebung, das Hörder Viadukt, von mir fälschlicherweise bisher als Aquädukt bezeichnet, oder, oder, oder…

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Von der Industriekultur bis zu grünen Erholungsoasen ist für jeden etwas dabei. Oft ist ja mittlerweile auch beides mit- bzw. nebeneinander vereint. Und auch abseits der alten Industriestätten gibt es viele weitere schöne Seiten – zum Beispiel solche Schätze wie den Dortmunder Adlerturm, das Parkbad Süd in Castrop-Rauxel oder den Bergmann Kiosk. Neben zig anderen, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Und: Die Innenstädte, Dortmund vorneweg, lassen Shopping-Herzen höher schlagen. Auf diese und viele weitere Schmuckstücke sollte das Stadtmarketing (nicht nur in Dortmund) noch viel größeren Wert legen. Aber immerhin ist die Dortmund-Überrascht-Dich-Kampagne da schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Das Kulturgebiet

Das Angebot wird immer besser: Musste man früher für viele Konzerte und Veranstaltungen das Ruhrgebiet, oder zumindest Dortmund, verlassen, findet heute die ganze Kulturlandschaft vor der Haustür statt. Und das im großen wie im kleinen Rahmen. Das Theater Dortmund und das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel bieten feinstes Bühnenprogramm, das Konzerthaus exquisite Konzerte mit fantastischer Akustik, zahlreiche große und kleine Clubs eine große Bandbreite an Musik. Es gibt zum Beispiel tolle Festivals (Juicy Beats, Way Back When etc.), lokale Veranstalter wie die Feine Gesellschaft, die auch die „kleineren“ Bands auf die Bühnen Dortmunds holen, und kreative Veranstaltungsorte wie das Depot, in dem viele Künstler richtig gute Dinge auf die Beine stellen. Es gibt Lesungen, Kabarett und kleine Bühnen. Darüber hinaus hat Dortmund eine tolle, vielfältige Museenauswahl – hier seien exemplarisch die DASA, das Brauerei-Museum und das Museum für Kunst und Kulturgeschichte genannt. Auch das Naturkundemuseum, das zurzeit aufwändig renoviert wird. Und mit dem DFB-Museum kommt ja in Kürze ein weiterer Big Player hinzu.

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Prost und guten Hunger!

Auch wenn Dortmund nicht mehr die Biermetropole von einst ist – ein gepflegtes Pilsken kriegt man hier immer. Ob anne Bude oder inne Kneipe, Dortmunder Braukunst kann sich sehen lassen. Neben den „großen“ Marken wie Brinkhoffs, Kronen, DAB und Co. (die auch alle noch in Dortmund gebraut werden, wenn auch in der gleichen Brauerei und unter der Führung eines Großkonzerns) sind es auch hier die kleinen, feinen Sorten, die einem das Herz aufgehen lassen. Das Bergmann Bier samt dazugehörigem Kiosk, die Spezialitäten des Brauhaus Rütershoff in Castrop-Rauxel oder das dunkle Hövels in den charakteristischen Bügelflaschen. Und nicht zu vergessen das Dortmunder Original schlechthin: das Stößchen. Was das ist? Das kann man ganz einfach nachlesen, die Geschichte ist nämlich wirklich schön.

Und was passt gut zum Stößchen? Richtig, ein Salzkuchen. Noch so eine Dortmunder Spezialität. Wobei: Eigentlich passt so gut wie alles zum Stößchen bzw. zum Bier. Und zum Glück bekommt man im Ruhrpott auch so gut wie alles zu essen. Dem Melting Pott sei Dank! Von Pommes Schranke bis zu Haans Pokhara – hier wird jeder auf der Suche nach einer Gaumenfreude fündig. In jeder Preis- und Güteklasse, für jeden Geschmack und fast an jeder Ecke.

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Und von den tollen Grünflächen, den fantastischen Sportmöglichkeiten, den schönen Vierteln und noch einigem mehr habe ich hier noch nicht einmal angefangen… Man sieht also: Im Pott is schön!

Auf der Karte kann man übrigens alle Beiträge direkt anklicken und tolle Insidertipps für alle möglichen Orte, Städte und Regionen bekommen – und irgendwann schaffe ich es auch bestimmt, die alle einmal zu lesen! 😉 Wer noch mitmachen will (es gibt auch was zu gewinnen!), sollte sich allerdings beeilen. Morgen ist „Einsendeschluss“.

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2 Gedanken zu „Heimatliebe: Dortmund und Castrop-Rauxel

  1. Maike

    Cool! Das ist witzig, dass Du noch mal ganz andere Aspekte beschreibst. Sehr schön! Und letztlich: Is´ schön hier im Pott, ne? 😉

    Antwort

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