„Morgen ist leider auch noch ein Tag“ von Tobi Katze

Tobi Katze hat einen Roman geschrieben. Und Tobi Katze hat Depressionen.

Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nun, der Roman handelt von Tobis Depressionen. Und ist dennoch ein Buch, das einen zum Lachen bringt. Kann das sein? Darf das sein? Das muss sein! Sage nicht ich, sondern Tobi Katze.

„Morgen ist leider auch noch ein Tag“ heißt das Buch, und neulich hatten wir das große Glück, Karten für die Premiere der Lesetour zu ergattern. Warum das etwas Besonderes ist? Zum Beispiel weil das hier einer der seltenen Fälle ist, wo ich mal sagen kann: Ich kannte den Autor schon, als ihn (als Autor) nur ganz wenige kannten. Seit wir uns 2001 (Mann, wie lange das her ist!) zum Studium in Dortmund trafen, haben sich die Locations, in denen ich ihn habe lesen sehen, langsam, aber stetig vergrößert – vom Poetry Slam in der Kneipe zur größeren Kneipe zu kleinen Räumen zu größeren Räumen… Und zack, jetzt ist das Theater Fletch Bizzel ausverkauft. Und wenn man den Verkaufszahlen folgt, ist das das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. 3. Auflage nach wenigen Wochen, aktuell Nr. 1 bei amazon im Bereich „Biografische Romane“, bei WDR2 sehr positiv besprochen – wie großartig ist das denn bitte!?

Und deshalb ist das was Besonderes. Ich freu mich darüber wie ein Schnitzel und war tatsächlich vor der Lesung ganz schön aufgeregt. Na gut, bestimmt nicht so aufgeregt wie Tobi, aber dennoch. Zumal ich das Buch noch nicht kannte, das wollte ich persönlich vor Ort kaufen. Und was soll ich sagen: Er hat’s famos hingekriegt! Jetzt kann man natürlich sagen: Klar, der ist ja auch ein Bühnenprofi. Stimmt ja auch, aber da wirkt eben nichts routiniert runtergespielt oder -gelesen, sondern: echt. Echt aufgeregt, echt überwältigt vom Zuspruch, echt erfreut und eben auch echt emotional beim Vortragen der Geschichte seiner Krankheit. Und außerdem: echt gut. Gut hat er’s gemacht, richtig gut. Das Publikum war zurecht begeistert, ich auch. Und das bei einem ja doch nicht ganz leichten Thema, denn auch wenn noch viel zu viele Menschen es immer noch klein reden: Depression ist eben gerade nicht „mal schlecht drauf sein“ und ist nicht mit einem „Lach doch mal wieder!“ oder „Ich bin auch manchmal schlecht drauf, das wird schon wieder!“ abgetan. Man ist eben nicht schlecht drauf, man ist einfach gar nicht drauf. Sozusagen nicht mal in der Lage dazu, schlecht drauf zu sein. All das beschreibt Tobi in seinem Buch sehr eindrücklich. Ergreifend, manchmal auch traurig, aber eben auch mit einer großen Portion Humor. Und auch daher ist das etwas Besonderes; is‘ eben so!

Haltet also Augen und Ohren offen und lasst euch die laufende bzw. kommende Lesetour nicht entgehen. Und: Kauft das Buch (oder das Hörbuch)! Es lohnt sich!

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