Instinktfußball, neun Leben, der Tod, George Best, Amore, Schnaps und mehr

Ker, Ker, Ker, so viel Kultur vor der Haustür in letzter Zeit und noch nix drüber gebloggt. Darf ja wohl nich wahr sein! Dafür gibt’s die vielleicht längste Beitragsüberschrift des Jahres.

Hier kommt also der Schnelldurchlauf der letzten Wochen in Sachen Wort und Musik:

LesArt Festival, Teil 1: Kabinenlesung

Zu Gast in der Heim- und Gästekabine des Westfalenstadions: Gregor Schnittker und Dietrich Schulze-Marmeling. Ersterer, Sportjournalist, Moderator und Autor, führte charmant und witzig mit Anekdoten rund um den Profifußball und seine eigene Vergangenheit als Amateurkicker durch 45 Minuten plus ausgedehnte Nachspielzeit. Ein sprichwörtliches Heimspiel für Schnittker. Nach der Halbzeitpause ging es dann für uns rüber in die Gästekabine zu Dietrich Schulze-Marmeling. Dessen Thema: George Best, über den er kürzlich eine Biographie verfasst hat. An sich ein tolles Thema für einen solchen Anlass, aber: In der Uni hätte ich für einen solchen Vortrag maximal eine „Drei“ bekommen, und die alleine für fundierte Kenntnisse. Denn was die Vortragsweise angeht, war das leider sehr enttäuschend. Ziemlich monoton und unstrukturiert vorgetragen, dazu noch öfter mal was vernuschelt – schade, da wäre mehr drin gewesen!

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LesArt Festival, Teil 2: Abschlussmatinee mit Herbert Feuerstein (und Tobi Katze!)

Und „schon wieder“ mit Gregor Schnittker. Der moderierte nämlich die Abschlussveranstaltung, bei der auch der Preis des Festivals vergeben wurde. Und da der Preisträger nicht im Lande war, hat kurzerhand Tobi Katze den Siegertext vorgelesen. Das nenn ich mal einen „Ersatz“! Den Hauptprogrammpunkt bildete anschließend Herbert Feuerstein, der aus seiner Autobiographie „Die neun Leben des Herrn F.“ las und immer wieder kleine Anekdoten einstreute. Sehr schön und – man möchte sagen natürlich – sehr witzig.

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Thees Uhlmann in der Mayerschen Buchhandlung

Ich gehe ja gerne auf Lesungen, war aber kurioserweise noch nie zu einer Lesung in einer Buchhandlung. Haken dran, erledigt! Thees Uhlmann hat aus seinem Debütroman gelesen, und auch das war ein sehr netter und kurzweiliger Abend – das mit dem Unterhalten eines Publikums konnte er ja schon immer ziemlich gut, und sympathisch isser ja obendrein. Und das Buch? Die vorgelesenen Auszüge waren sehr vielversprechend, es steht also auf der „To-read-Liste“. Einziger Minuspunkt des Abends: Außer für den Vorleser gab es nichts zu Trinken – aber da kann der Herr Uhlmann ja auch nix dafür.

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Wanda – Amore und Schnaps im FZW

Zu Wanda gibt es ja anscheinend nur zwei Meinungen: furchtbar oder furchtbar gut. Ich zähle zu den Vertretern der letzteren, daher war der Termin im FZW Pflicht. Zumal der erste Auftritt dort im Rahmen des Way Back When Festivals im Mai überragend gut war. Und auch dieses Mal war es ein großes Spektakel, das erfreulicherweise schon mit der Vorband begann. Kent Coda haben mit türkischen Gitarrenpopsongs den Saal schon gut auf Temperatur gebracht (und auch die Geschichte, wie es dazu kam, ist toll und kann auf ihrer Website nachgelesen werden). Wanda waren, fast schon wie erwartet, wieder großartig. Diese Mischung aus Hits, Lust auf Show und ein bisschen Exzess und Wiener Schmäh ist einfach eine perfekte Mischung für die Bühne. Noch besser hätte es nur werden können, wären weniger Idioten und Leute im Publikum gewesen, die sich selbst mehr in den Mittelpunkt stellen müssen als die Band. Aber das kommt wohl unweigerlich, je bekannter eine Band wird. War trotzdem ein Top-Konzertabend!

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