Dezemberkonzerte fürs Herz (2) Maxïmo Park, Essigfabrik, Köln

Ich will ehrlich sein: Für ein „normales“ Konzert von Maxïmo Park wäre ich wahrscheinlich an einem Mittwoch gar nicht erst nach Köln gefahren. Denn vor einigen Monaten haben meine liebste Konzert- und auch sonst Begleitung und ich beschlossen, das nicht mehr zu machen. Also unter der Woche für Konzerte nach Köln (oder ähnlich weit entfernte Orte) juckeln. Beziehungsweise nur noch für was ganz Besonderes.

Warum wir das in diesem Fall also trotzdem gemacht haben? Erstens waren die Tickets zur Zeit des Beschlusses schon gekauft. Und zweitens und viel wichtiger: Es war die Tour zum zehnjährigen Jubiläum von „A Certain Trigger“. Bei der Frage nach meinen Top-Ten-Alben wäre dieses Album immer dabei, von daher stand ein Konzertbesuch außer Frage, denn das hier war etwas ganz Besonderes. Das „Mittwochs-in-Köln-Problem“ haben wir ganz einfach mit einem Tag Urlaub am Donnerstag gelöst. Besondere Situationen erfordern besondere Lösungen!

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„A Certain Trigger“ also. Dieses unglaublich gute Album, an das die Band nie wieder so richtig rankam. Was aber auch nahezu unmöglich ist. Bis auf „Acrobat“, mit dem ich bis heute nicht warm werde, gibt es darauf nur Hits. Ausschließlich. Zehn Jahre alt und doch frisch wie am ersten Tag, quasi jetzt schon ein moderner Klassiker.

Der Konzertabend begann – nach der unbeeindruckenden Vorband, deren Namen ich leider auch schon wieder vergessen habe  – mit einem blenden aufgelegten Paul Smith und einer Mischung aus den Maxïmo Park Alben zwei bis fünf. Hitpotenzial ist auch in dieser Setlist reichlich vorhanden, keine Frage. Mit „Our Velocity“ und „Books from Boxes“ verabschiedete sich die „Thinking Men’s Pub Band“ (O-Ton Paul Smith) dann in eine kleine Pause. Und nach der war es dann soweit. Smith betrat im Originaloutfit des „Apply Some Pressure“ Video die Bühne (und auch sonst wirkt der Mann, als sei er kein Stück gealtert – wie macht er das nur?) und die Band performte das komplette Album am Stück und in chronologischer Reihenfolge.

DSC03082webDabei ließen sie sich natürlich auch nicht von Zwischenrufen nach anderen Songs (!) wie beispielsweise „Let’s get clinical“ (!!) abbringen. Wie sagte Mr. Smith so schön: „We’re kind of following a concept here“. Und mal ehrlich, warum denn Songs von anderen Alben, wenn diese Schönheit in Gänze gespielt wird?

Das war jedenfalls eine Offenbarung und, auch wenn das vielleicht etwas bescheuert klingt, ein irgendwie wichtiges Konzert. Denn viel besser kann es ja nicht werden, als dass eines der Lieblingsalben komplett live gespielt wird, oder? Ich bin jedenfalls immer noch froh, an diesem Mittwochabend in Köln gewesen zu sein. Daran werde ich mich noch lange erinnern.

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2 Gedanken zu „Dezemberkonzerte fürs Herz (2) Maxïmo Park, Essigfabrik, Köln

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