Die Alltag und Kultur Awards 2015: Alben

Advance Australia fair! Platz 1 und 2 gehen in diesem Jahr an den fünften Kontinent. Hat es so auch noch nicht gegeben, soweit ich mich erinnern kann. Insgesamt war es ein gutes Jahr für neue Musik. Kein überragendes, aber grundsolide (das klingt irgendwie negativer, als es gemeint ist). Es gab ein paar richtig, richtig tolle Sachen sowie einige Alben, die mir gut gefallen, aber auch keine Begeisterungsstürme auslösen. So musste ich für die besten beiden Alben des Jahres im Grunde gar nicht nachdenken, danach wurde es dann schon etwas schwieriger. Es gab mehrere Kandidaten, die auf Platz 3 hätten landen können, da haben letztlich nur Nuancen entschieden.

  1. Courtney Barnett – „Sometimes I sit and think, and sometimes I just sit“ Eigentlich war das Rennen Anfang des Jahres schon gelaufen. Ernsthaft damit zu rechnen war nicht, dass dieses Meisterwerk noch jemand überflügelt. Einige sind in die Nähe gekommen, aber daran vorbei kam keine(r). Da stimmt aber auch alles: Songs mit Hitpotenzial, wunderbare Albumsongs, die aber keineswegs Füller sind, und außerdem der meines Wissens nach großartigste Song, der jemals über eine Hausbesichtigung geschrieben wurde. 10/10!
  2. Robert Forster – „Songs to play“ Hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit gewonnen, hätte seine Landsfrau nicht so ein Meisterwerk abgeliefert. Australia rules the year! Ist das vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes schönste Album in der Liste. Unaufgeregt, nicht nach vorne preschend – aber nahezu jeder Song ist ein kleiner Schatz mit großartigen Texten. Unbedingte Hörempfehlung!
  3. Hooton Tennis Club – „Highest Point in Cliff Town“ Die größte (positive) Überraschung des Jahres – von dieser Band habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal gehört. Bzw. gelesen, wenn ich mich richtig erinnere, und dann ist direkt der Kuriose-Bandnamen-Instinkt (wie auch im Falle von „The Brahms“) angesprungen. Man macht nichts falsch damit, wenn man sich Bands mit interessantem Namen einfach mal anhört. Ist die Musik blöd – okay, dann war es das eben. Aber hier: einmal bei Spotify das Album gehört, wenige Tage später in die CD-Sammlung aufgenommen. Wie die nun klingen? Tja. Nicht englisch, obwohl sie es sind. Eher wie eine US-Collegeband, deren großes Vorbild Pavement ist. Und die Teenage Fanclub lieben. What’s not to like! Und schöne Titel haben die Songs auch noch.
  4. Locas in Love – „Use Your Illusion 3&4“ Wieder einmal ein großartiges Werk der Kölner Band. Dank eines Instrumentalalbums sogar als Doppelalbum.
  5. Hurricane #1 – „Find what you love and let it kill you“ Ebenso überrraschendes wie überraschend gutes Comeback-Album. Britpop like it’s 1995.
  6. Sleaford Mods – „Key Markets“ Immer noch zornig, immer noch treibend, immer noch gut!
  7. Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – „Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen!“ Der großartige Titel hält, was er verspricht. Auf DLDGG ist nach wie vor Verlass, wenn es um grandiose deutschsprachige Musik geht.
  8. The Districts – „A flourish and a spoil“ Noch so ein Newcomer vom Jahresbeginn, der auch auf lange Sicht überzeugt.
  9. The Libertines – „Anthems for doomed youth“ Ein erfreulich gelungnes Comeback-Album. Da hätte ja wer weiß was rauskommen können, aber es ist zum Glück sehr gelungen.
  10. The Wave Pictures – „Great big flamingo burning moon“ Noch so eine verlässlich Quelle für tolle Popmusik. So auch auf diesem Album.
  11. The Maccabees – „Marks to prove it“
  12. Noel Gallagher’s High Flying Birds – „Chasing yesterday“
  13. Life In Film – „Here it comes“
  14. Palma Violets – „Danger in the club“
  15. The Brahms – „Meraki“ (EP)

 

 

 

 

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