Gehört und gesehen (und gefeiert): Who Killed Bruce Lee, FZW, Dortmund

Interessanter Bandname, dachte ich, als ich das Programm vom FZW durchsah; da guckste mal genauer hin. Siehe da, auch die Veranstaltungsbeschreibung war vielversprechend. Da hörste mal rein, dachte ich. Und aha, das klingt aber gut. Dann gehen wir da mal hin!

Und wie froh ich bin, dass ich mich trotz der enormen Verlockung, die das heimische Sofa an diesem Abend ausstrahlte, für den Gang ins FZW aufraffen konnte. Was für einen großartigen Konzertabend hätten wir sonst verpasst! Who Killed Bruce Lee kommen aus Beirut, klingen manchmal ein bisschen wie die Red Hot Chili Peppers, als sie noch cool und funky waren, manchmal wie Black Rebel Motorcycle Club, manchmal wie LCD Soundsystem und doch immer eigen. Ohne das Rock’nRoll-Rad neu zu erfinden ist das trotzdem unglaublich frisch und erfrischend. Was mit Sicherheit auch daran liegt, wieviel Bock die vier Musiker darauf haben. Das kommt nicht nur bei den Ansagen von Sänger Wassim zum Vorschein, sondern auch in jedem Stück und in der Interaktion untereinander und mit dem Publikum.

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Alles wird zu einem großen, gut gelaunten und groovenden Ganzen, in das sich auch ein eine exquisite Auswahl von Coverversionen und -schnipseln fügen. Die eigenen Songs sind sowieso über jeden Zweifel erhaben und werden vom Publikum begeistert aufgenommen, auch wenn – da lehne ich mich einfach mal aus dem Fenster – die wenigsten sie vorher ausführlich gekannt haben dürften. Was ja dann letztendlich nur ein weiterer Beweis für deren Qualität ist. Zu „Young Love“ und „Mastercraft“ schwingt sich Wassim nicht nur auf eine Bierkiste inmitten des Publikums, sondern erklimmt auch die Balustrade der kleinen Empore des FZW-Clubs. Spätestens jetzt tanzt, springt und jubelt jeder im Raum. Als die Band nach etwas mehr als 1,5 Stunden zur frenetisch geforderten zweiten Zugabe zurückkommt, geben sie zu, keinen Plan mehr zu haben, was sie spielen sollen. Und schließen den Abend dann mit einem fulminanten Cover von „North American Scum“ von LCD Soundsystem krachend ab.

Ihr Album haben Who Killed Bruce Lee in Berlin aufgenommen und fühlen sich nach eigener Aussage auch sonst ganz wohl in Deutschland. Passenderweise sind sie auch in den kommenden Monaten auf Bühnen im ganzen Land unterwegs (Termine auf der Website! Albumbestellmöglichkeit natürlich auch!) . Gute Songs, mitreißende Show, sympathische Band – das sollte man sich nicht entgehen lassen!

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2 Gedanken zu „Gehört und gesehen (und gefeiert): Who Killed Bruce Lee, FZW, Dortmund

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