Gehört und gesehen: Way Back When 2016, Dortmund

Das Heimspiel unter den Festivals! #achendlichwieder war Way Back When, dieses Mal (leider) wieder von Donnerstag bis Sonntag und wieder im Herbst, statt wie im vergangenen Jahr im Frühsommer. Der Freude darüber und daran tut das aber keinen Abbruch, schließlich war auch in diesem Jahr das Line-up wieder exzellent zusammengestellt. Da kann man sich, soviel ist nach drei Jahren sicher, schon im Vorfeld drauf verlassen.

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Das Dortmunder Dreigestirn: Pfefferpotthast, Pils und Way Back When

Am Donnerstag hieß es also raus aus dem Büro und rein ins Vergnügen. Dazwischen einen Boxenstopp auf dem Pfefferpotthastfest eingelegt, um uns ausreichend für den ersten Abend zu stärken. Zu den Klängen von Palace kamen wir dann ins FZW, gingen aber bald wieder rüber in Richtung FZW-Club, weil wir neugierig auf Otherkin waren. Und damit lagen wir goldrichtig! Die Band aus Dublin gehörte definitiv zu den Highlights des Wochenendes, hatte mindestens so viel Spaß wie wir, holte zum letzten Song so viele Leute wie möglich auf die Bühne (wir waren dabei) und konnte einfach rundum überzeugen. Tolle, laute und energische Show. Und nett sind sie auch noch, wie ich beim anschließenden EP-Kauf feststellen konnte. Wenn sie in eurer Nähe sind, schaut mal vorbei!

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Otherkin

Der Einfachheit halber geht es jetzt chronologisch mit allen Bands weiter. Also los…

The Slow Show: Waren natürlich der quasi größtmögliche Kontrast zu Otherkin. Und waren natürlich auch toll, aber nach dem unglaublich berührenden Konzert in der Pauluskirche im letzten Jahr war es eigentlich gar nicht mehr möglich, da noch einmal ranzukommen. Der Weg ins domicil (erstaunlicherweise in diesem Jahr das einzige WBW-Konzert außerhalb des FZW für uns) hat sich aber allemal gelohnt.

Tocotronic: Nichtsdestotrotz sind wir kurz vor dem Ende wieder rüber ins FZW. Denn: Tocotronic sind immer noch wichtig. Haben sie auch an diesem Abend wieder bewiesen. Auch wenn wir die ersten drei Songs verpasst haben – gut, dass wir da waren. Zum einen war es mal wieder großartig, zum anderen hat die Band eine Pause auf unbestimmte Zeit angekündigt. Außerdem haben sie so viele „Hits“, dass jedes Konzert ein neues Highlight ist. Und nicht zuletzt: Rick McPhail, Mann!

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Tocotronic

Der Festivalfreitag artete fast schon in Stress aus. Ständiger Wechsel zwischen FZW-Halle und Club – man kam ja kaum zum Bierholen…

We Are Scientists: Machten am Freitag (unseren) Anfang. Es war: okay. Nein, es war schon gut, aber nichts, was allzu lange hängen bleibt. Irgendwie sehr amerikanisch, und es war ein bisschen bedrückend, dass der Großteil des Publikums nur bei den 1-2 großen Hits richtig mitging. Das war dann doch unverdient! Und es gab auch kein episches Gewitter! (Sorry, Haldern-Pop-Insider…)

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We Are Scientists

Bombay: Das hatte mir im Vorfeld sehr gefallen, und das Konzert ließ mich dann etwas ratlos zurück. So richtig hatte das bei mir leider nicht gezündet. Und warum war die Stimme des Sänger so leise? Naja, aber schlecht war ja nun auch nicht.

We Were Promised Jetpacks: Begeistern mich immer wieder und waren mein persönlicher Headliner. Sowas wie eine stille Lieblingsband – wobei, still sind sie ja nicht gerade. Jedes Mal beeindruckend, welche Energie sie allein mit ihrer Musik und der unfassbaren Stimme von Sänger Adam Thompson entwickeln und wie sich diese Energie auf den ganzen Raum überträgt. Gänsehaut und Euphorie und großartige Songs!

Isolation Berlin: Hatte ich mich sehr drauf gefreut und war wie schon erwartet damit nicht der einzige: Wir kamen erst zum zweiten oder dritten Song in den ziemlich vollen Club. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn ich mich nicht immer völlig mit den Texten identifizieren kann, mag ich den lässigen, schrammeligen Stil der Band sehr. Die werden momentan zu Recht gefeiert.

Augustines: Ich bin ohne große Erwartungen in das Konzert gegangen. Das erste Album fand ich super, was danach folgte recht gut. Live habe ich sie vor einigen Jahren in Haldern gesehen, und das war – wohl auch aus Sicht der Band – eine ziemliche Katastrophe. Umso schöner, dass ich auf der letzten noch einmal das wahre Gesicht der Band erlebt habe. Energie, tolle Songs, Geburtstagskind auf die Bühne geholt und eingebunden, Spaß gehabt und gemacht, länger gespielt als geplant – Spitze!

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Augustines (und Geburtstagskind Marco)

Am Samstag sind wir erst recht spät eingestiegen, und zwar zu

Von wegen Lisbeth: Irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Das war nett und gut, aber (mir) im Grunde auch relativ egal. Aber einem großen Teil des jungen Publikums (oh Gott, wie das klingt! Oppa erzählt vom Krieg…) gefiel es sehr gut, also alles richtig gemacht.

The Boxer Rebellion: „Beautiful noise“ schrieb ich dazu bei Instagram, und das beschreibt es ziemlich gut. Hat mir sehr gut gefallen, ohne mich komplett vom Hocker zu reißen, aber musikalisch mochte ich das wirklich gerne.

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The Boxer Rebellion

Kakkmaddafakka: Nachdem Wintersleep im FZW-Club das einzige Konzert war, zu dem wir es nicht geschafft haben (zu viele Leute für zu wenig Platz), machten wir also Pause (Oppa schon wieder…) und warteten auf Kakkmaddafakka, die wir uns dann von der Empore aus ansahen. Gewohnt souveräne Show der Norweger, die echt gutes Konzertentertainment bieten – und die Musik kann man sich ja auch sehr gut anhören. KMF brachten den Raum nochmal ordentlich in Wallung und bildeten damit einen würdigen Abschluss.

Und jetzt? Heißt es wieder warten, bis es #achendlichwieder die ersten Early Bird Tickets gibt. Denn so viel ist sicher: Die werden wieder gekauft! Bis zum nächsten Mal beim Festival for Music Lovers!

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3 Gedanken zu „Gehört und gesehen: Way Back When 2016, Dortmund

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