Archiv der Kategorie: Alltag und Kultur Awards

Alltag und Kultur Award 2016: Die Konzerte

Während in unserem TV via YouTube die Live-Übertragung der Elbphilharmonie läuft (wie geil ist das denn bitte?), kommt hier der letzte Rückblick auf das vergangene Jahr. Passenderweise führt er uns in die Clubs, Konzerthallen, Festivallocations und ja, auch in ein Konzerthaus. Zwar waren es insgesamt eher weniger besuchte Konzerte, aber dank drei Festivals gab es trotzdem jede Menge Bands zu sehen und zu hören. Die 15 besten und prägendsten Konzerte kommen hier:

  • Who Killed Bruce Lee, FZW Dortmund: Der (Überraschungs-)Sieger 2016. Überraschung deshalb, weil ich bis kurz vor dem Konzert nie von ihnen gehört hatte. Und dann wurden wir einfach umgehauen von so viel Kraft, Energie, toller Ausstrahlung und natürlich guter Musik. Fast auf den Tag genau ein Jahr später werden wir sie an gleicher Stelle wiedersehen – ein Konzert, das ich hiermit jedem ans Herz legen kann.
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Who Killed Bruce Lee

  • Yak, Spiegeltent Haldern Pop: Im Vorfeld fast genauso unbekannt wie WKBL, hinterher genauso begeistert. Nur anders, weil musikalisch anders. Das Highlight des Festivals für mich, und die Begeisterung hält immer noch an.
  • The Ukulele Orchestra of Great Britain, Konzerthaus Dortmund: Ganz klar der größte Konzertspaß 2016. Sieben Frauen und Männer, Ukulelen und Stimmen, Songs aus allen Richtungen. Und natürlich machen die nicht nur Spaß, sondern sind auch ausgezeichnete Musiker.
  • Matt Wilde, Zeche Carl Essen: Young Rebel Set sind nicht mehr, aber zum Glück bleibt ihre Stimme erhalten. Matt Wilde spielt seine Songs jetzt solo (bzw. mit zweiter Gitarre als Begleitung), und sie sind zum Glück weiterhin grandios. Ganz besonders in einem so intimen Rahmen wie im Foyer der Zeche Carl.
  • Die Höchste Eisenbahn, Zeche Carl Essen: Im etwas größeren Raum, aber dennoch wunderschön war das Konzert der Höchsten Eisenbahn.
  • Otherkin, FZW Dortmund (Way Back When): Noch eine mir bis dato ziemlich unbekannte Band, noch ein Festivalhighlight: Otherkin aus Irland. Dieses Jahr kommt das Debutalbum – ich bin gespannt!
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Auf der Bühne mit Otherkin!

  • Bernd Begemann, Sissikingkong Dortmund: Der Meister war in Hochform und spielte (Pause mit eingerechnet) jede Menge Hits in gut 3,5 Stunden – und warum auch nicht, es war ja ein Freitagabend.
  • Tocotronic, FZW Dortmund (Way Back When): Noch mehr gut aufgelegte (Alt-)Meister! Umso bedauernswerter, dass es eines der letzten Konzerte auf unbestimmte Zeit war, denn das war wirklich großer Sport!
  • Augustines, FZW Dortmund (Way Back When): Ebenfalls auf Abschiedstournee, ebenfalls voller Energie und guter Laune. Eine richtig tolle Show!
  • Jungle By Night, Lagerhalle Osnabrück (Popsalon): Jede Menge Musiker, viele Instrumente, kein Gesang. Macht: Euphorie und gute Laune
  • We Were Promised Jetpacks, FZW Dortmund (Way Back When): Die Jetpacks sind so großartig, und zwar jedes Mal aufs Neue. Die könnte ich mir monatlich angucken, ohne dass es mir so schnell langweilig wird!
  • Motorama, Lagerhalle Osnabrück (Popsalon): Wenn Joy Division sich vor wenigen Jahren gegründet hätten und aus Russland kämen, dann käme ungefähr Motorama raus. Und live war das ziemlich sehr cool!
  • Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, The Tube Düsseldorf: Immer ein Garant für einen gelungenen Konzertabend. So auch im Januar 2016, als sie unser Konzertjahr eröffneten.
  • Ben Caplan & The Casual Smokers, Hauptbühne Haldern Pop: Was. Für. Eine. Stimme. Dazu ne gute Begleitband und gute Songs, macht ein hervorragendes Konzert an einem Festivalnachmittag (!).
  • Jamie Lidell & The Royal Pharaos, Kantine Köln: Jamie Lidell ist einfach ein cooler Typ, der in diesem Fall eine hervorragende Soulband im Gepäck hatte. Selbst das eigenartige Publikum in der Kantine konnte diesen Sonntagabend nicht wirklich tr

Und die nächsten Konzerte stehen schon unmittelbar vor der Tür, denn in diesem Jahr beginnt die Festivalsaison für uns sehr früh: Am kommenden Samstag warten die Cardinal Sessions im Kölner Gebäude 9. Vorfreude!

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Alltag und Kultur Awards 2016: Die Bücher

2016 war ein Lesejahr. Überhaupt, lesen: toll! Ich werde schon immer leicht nervös, wenn ich mich dem Ende des letzten noch nicht gelesenen Buchs auf meinem Tolino nähere – dann muss möglichst schnell Nachschub her. Aktuell bin ich zum Glück versorgt, und das Jahr startet, wie es für mich literarisch kaum besser könnte: mit dem neuen Buch von T.C. Boyle, einem meiner Lieblingsautoren (na gut, angefangen habe ich damit schon Ende 2016): The Terranauts. Ich bin ca. zu drei Vierteln durch und kann es schon empfehlen. Wie eigentlich alles von ihm.

Im vergangenen Jahr hat es lesetechnisch auch richtig gut angefangen. Gestartet bin ich mit Karlheinz von Billy Hutter, einem in vielerlei Hinsicht merkwürdigen Buch. Vor allem aber ist es gut! Genauso wie ich folgende Bücher, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe, guten Gewissens weiterempfehlen kann und möchte:

Ein Nachtrag zum doppelt auftauchenden Robert Seethaler: Den habe ich im vergangenen Jahr für mich entdeckt – irgendwo wurde Der Trafikant empfohlen und ich habe es gekauft. Und gelesen und geliebt. Beide seiner Bücher in meiner Liste sind sprachlich so toll – schnörkellos und fast schon knapp erzählt, und doch ausdrucksvoll und so präzise, dass man sich förmlich als Teil der Geschichte wähnt. Und beide haben mir so gut gefallen, dass es für die direkt danach kommenden Bücher richtig schwer war, mich zu begeistern. Ein drittes Buch von ihm liegt schon bereit, und das wird bestimmt nicht das letzte gewesen sein!

Natürlich waren auch ein paar weniger tolle Bücher dabei, aber es gab dann doch nur eins, das ich abgebrochen habe: A Brief History Of Seven Killings von Marlon James. Wurde in mehreren Buchhandlungen empfohlen, der Klappentext las sich auch gut. Aber ich komme bisher nicht damit zurecht. Hauptsächlich liegt das an dem jamaikanischen Slang, in dem das Buch geschrieben ist, den finde ich wahnsinnig anstrengend zu lesen. Aber ich nehme bestimmt noch einmal einen neuen Anlauf!

Die Alltag und Kultur Awards 2016: Die Alben

2016 war ein komisches Jahr. Gut, das werden viele sagen, und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Aber für mich persönlich war es in Sachen Musik hören tatsächlich ein eigenartiges Jahr, das (gefühlt) in zwei Abschnitte geteilt war. Im ersten habe ich sehr viel und sehr aufmerksam neue Musik, neue Alben gehört. Im zweiten dann eher nicht so, was etwas ungewöhnlich ist und auch keinen bestimmten Grund hat. Nur unser seit etwa einem Monat defektes Autoradio verhindert zumindest dort das aufmerksame Hören der Alben.

Und trotzdem haben sich (auch im zweiten Abschnitt) mehr als genug Alben gefunden, von denen ich 2016 begeistert war und die es wert sind, hier aufgenommen zu werden. Aber es fehlen mit Sicherheit auch einige. Spontan fällt mir da Motorama ein, deren neues Album ich noch nicht gebührend gewürdigt habe. Oder Gurr, da will ich auch dringend mal reinhören. Ebenso wie bei Die Heiterkeit. Oder, oder, oder…

Aber jetzt zu denen, die es sich in diesem Jahr verdient haben. Ohne großartiges Ranking, mit Ausnahme der ersten drei. Die gehören genau da hin, in genau dieser Reihenfolge.

Kate Tempest – Let Them Eat Chaos

Die Frau kann zurzeit eigentlich nichts falsch machen. Erstes Album super, erster Roman großartig, umjubelte Konzerte und Gedichte – und ein zweites Album, das diesem Druck problemlos standhält. Und in jedem Track ein Ausrufezeichen setzt. Mit der Faust. Kate Tempest ist eine große Erzählerin unserer Zeit, der man meiner bescheidenen Meinung nach zuhören sollte. Dazu eignet sich dieses Album ganz hervorragend!

Jack White – Acoustic Recordings

Ketzerisch könnte man jetzt sagen, ein Album mit „alten“ Songs in Akustikversionen auf Platz zwei meiner Jahrescharts spricht gegen das Musikjahr 2016. Wer das so sehen will, bitte. Ich sage: Es spricht für die Songs von Jack White. Diese Sammlung aus seiner gesamten bisherigen Karriere zeigt einfach, wie viele gute Songs der Mann geschrieben hat. Und da sind ja viele „Hits“ noch gar nicht mit drauf. Aber alleine Carolina Drama, du liebe Zeit, was ist das für ein grandioser Song. Die Platzierung ist also mehr als gerechtfertigt.

Sulk – No Illusions 

Zweites Album, zweiter großer Wurf. Sulk klingen auch auf No Illusions so, als wären die späten 1980er/frühen 1990er Jahre in Manchester immer noch in vollem Gange. Das allein wäre ja schon Grund genug, sie gut zu finden. Aber natürlich gehören dazu auch gute Songs, und die haben Sulk reichlich im Gepäck. Da gibt es eigentlich keine Ausreißer nach unten. Wenn ich mich aber für Anspieltipps entscheiden müsste, wären das Black Infinity (Upside Down) und Queen Supreme. Aber hört am besten selbst, und zwar am besten das ganze Album.

Außerdem gut 2016 (jetzt aber wirklich in willkürlicher Reihenfolge):

Yak – Alas Salvation: Mit wenig mehr als der vagen Ahnung, dass das richtig gut sein könnte, in Haldern gesehen. Und es war: grandios. CD noch vor Ort gekauft, alles richtig gemacht. Laut, „wild“, anders, gut!

Die Höchste Eisenbahn – Wer bringt mich jetzt zu den anderen: Ich habe ein paar Hördurchgänge gebraucht, bis ich damit warm wurde. Dafür wurde ich dann richtig warm damit. Wie schon auf dem ersten Album: Wunderbare Songs voller Klugheit und Witz.

Violent Femmes – We Can Do Anything: Huch, die gibt’s noch? Ja, und zwar ziemlich gut in Form. Nicht mehr so ungestüm wie früher, aber die charakteristische Stimme und diese einmalige Bassgitarre schaffen immer noch einen einmaligen Sound.

Mozes And The Firstborn – Great Pile Of Nothing: Auch auf dem zweiten Album klingt diese immer noch viel zu unbekannte Band aus Holland wieder fantastisch und hat großartige Gitarrenpopsongs dabei.

Hooton Tennis Club – Big Box Of Chocolate: Exakt das gleiche könnte ich im Grunde auch über Hooton Tennis Club sagen. Nur dass sie aus England kommen und gleichzeitig klingen, als währen sie aufs Pavement College gegangen.

Isolation Berlin – Und aus den Wolken tropft die Zeit: Ich bin ja Hypes gegenüber gerne kritisch, aber Isolation Berlin rechtfertigen das TamTam, das die (Musik-)Presse um sie gemacht hat. Melancholisch-rotzig und starke Songs. Wirklich gut!

The Thermals – We Disappear: Wo The Themals draufsteht ist immer The Thermals drin. Klingt langweilig, aber das Gegenteil ist der Fall: Es ist immer gut. Und mit Thinking Of You ist sogar ein heißer Anwärter auf den Song des Jahres dabei.

PJ Harvey – The Hope Six Demolition Project: PJ Harvey gehört zu den Künstlerinnen, mit denen ich mich immer mal mehr beschäftigen wollte. Warum also nicht mal mit diesem Album anfangen? Hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt!

Cast – Troubled Times: Ja, auch Cast gibt es noch. Bzw. wieder. Damals wie heute machen sie schöne Britpopsongs, die das musikalische Rad noch nie neu erfunden haben, aber einfach, nunja, schön sind. Und mehr braucht man doch eigentlich nicht, oder?

Skinny Lister – The Devil, The Heart, The Fight: Sogar aus den traurigen Songs hörte man die Freude der Band heraus. Skinny Lister machen einfach immer Spaß, was aber natürlich nicht alles ist. Sie machen auch viele sehr gute Songs!

 

Die Alltag und Kultur Awards 2015: Bücher

Eigentlich wollte ich das ganze Jahr über eine Liste aller 2015 gelesenen Bücher anlegen. Bis ungefähr zur Hälfte des Jahres habe ich auch über alle Gelesenen Buch geführt (höhöhö), aber dann kamen andere Dinge dazwischen. Nicht zwischen mich und das Lesen, aber das Listen führen ging über Bord.

Aber sei’s drum – empfehlen kann und möchte ich natürlich trotzdem einiges, denn unter den vielen 2015 gelesenen Büchern waren erfreulich viele Highlights dabei. Zum Beispiel

Etwas ratlos ließ mich Go Set A Watchman von Harper Lee zurück. „To Kill a Mockingbird“ war und ist ja ein Riesenbuch, aber dieses Buch ist irgendwie beim Lesen vorbeigegangen, ohne dass es nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Schade. Etwas enttäuscht war ich auch vom ersten Teil der Biographie von Bud Spencer – ein etwas zu eiliger Ritt durch seine Karriere, in dem viele spannende Dinge leider nur kurz angerissen werden.

Gänzlich abraten möchte ich vom Buch „Du sollst nicht lügen“ von Jürgen Schmieder. Obwohl ich dessen Artikel in der Süddeutschen Zeitung eigentlich meistens ganz gerne lese. Durch das Buch habe ich mich allerdings richtiggehend gequält. Ich glaube, der einzige Antrieb, es zu Ende zu lesen, war das Geld, das ich dafür ausgegeben habe…

Zwischen sehr gut und nicht gut gab es auch in diesem Jahr wieder etliche Bücher, die mir einfach gefallen haben, auch wenn sie sich vielleicht nicht für alle Ewigkeit ins Gedächtnis oder auf die Bestenlisten gebrannt haben. Aber das wichtigste haben sie geschafft: mich gut zu unterhalten. So soll das sein!

Die Alltag und Kultur Awards 2015: Alben

Advance Australia fair! Platz 1 und 2 gehen in diesem Jahr an den fünften Kontinent. Hat es so auch noch nicht gegeben, soweit ich mich erinnern kann. Insgesamt war es ein gutes Jahr für neue Musik. Kein überragendes, aber grundsolide (das klingt irgendwie negativer, als es gemeint ist). Es gab ein paar richtig, richtig tolle Sachen sowie einige Alben, die mir gut gefallen, aber auch keine Begeisterungsstürme auslösen. So musste ich für die besten beiden Alben des Jahres im Grunde gar nicht nachdenken, danach wurde es dann schon etwas schwieriger. Es gab mehrere Kandidaten, die auf Platz 3 hätten landen können, da haben letztlich nur Nuancen entschieden.

  1. Courtney Barnett – „Sometimes I sit and think, and sometimes I just sit“ Eigentlich war das Rennen Anfang des Jahres schon gelaufen. Ernsthaft damit zu rechnen war nicht, dass dieses Meisterwerk noch jemand überflügelt. Einige sind in die Nähe gekommen, aber daran vorbei kam keine(r). Da stimmt aber auch alles: Songs mit Hitpotenzial, wunderbare Albumsongs, die aber keineswegs Füller sind, und außerdem der meines Wissens nach großartigste Song, der jemals über eine Hausbesichtigung geschrieben wurde. 10/10!
  2. Robert Forster – „Songs to play“ Hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit gewonnen, hätte seine Landsfrau nicht so ein Meisterwerk abgeliefert. Australia rules the year! Ist das vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes schönste Album in der Liste. Unaufgeregt, nicht nach vorne preschend – aber nahezu jeder Song ist ein kleiner Schatz mit großartigen Texten. Unbedingte Hörempfehlung!
  3. Hooton Tennis Club – „Highest Point in Cliff Town“ Die größte (positive) Überraschung des Jahres – von dieser Band habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal gehört. Bzw. gelesen, wenn ich mich richtig erinnere, und dann ist direkt der Kuriose-Bandnamen-Instinkt (wie auch im Falle von „The Brahms“) angesprungen. Man macht nichts falsch damit, wenn man sich Bands mit interessantem Namen einfach mal anhört. Ist die Musik blöd – okay, dann war es das eben. Aber hier: einmal bei Spotify das Album gehört, wenige Tage später in die CD-Sammlung aufgenommen. Wie die nun klingen? Tja. Nicht englisch, obwohl sie es sind. Eher wie eine US-Collegeband, deren großes Vorbild Pavement ist. Und die Teenage Fanclub lieben. What’s not to like! Und schöne Titel haben die Songs auch noch.
  4. Locas in Love – „Use Your Illusion 3&4“ Wieder einmal ein großartiges Werk der Kölner Band. Dank eines Instrumentalalbums sogar als Doppelalbum.
  5. Hurricane #1 – „Find what you love and let it kill you“ Ebenso überrraschendes wie überraschend gutes Comeback-Album. Britpop like it’s 1995.
  6. Sleaford Mods – „Key Markets“ Immer noch zornig, immer noch treibend, immer noch gut!
  7. Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – „Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen!“ Der großartige Titel hält, was er verspricht. Auf DLDGG ist nach wie vor Verlass, wenn es um grandiose deutschsprachige Musik geht.
  8. The Districts – „A flourish and a spoil“ Noch so ein Newcomer vom Jahresbeginn, der auch auf lange Sicht überzeugt.
  9. The Libertines – „Anthems for doomed youth“ Ein erfreulich gelungnes Comeback-Album. Da hätte ja wer weiß was rauskommen können, aber es ist zum Glück sehr gelungen.
  10. The Wave Pictures – „Great big flamingo burning moon“ Noch so eine verlässlich Quelle für tolle Popmusik. So auch auf diesem Album.
  11. The Maccabees – „Marks to prove it“
  12. Noel Gallagher’s High Flying Birds – „Chasing yesterday“
  13. Life In Film – „Here it comes“
  14. Palma Violets – „Danger in the club“
  15. The Brahms – „Meraki“ (EP)

 

 

 

 

Die Alltag und Kultur Awards 2015: Konzerte

Das war wirklich kein schlechtes Konzertjahr, das soeben abgelaufene. Es waren zwar gefühlt (ich habe nicht gezählt) weniger Termine als in den vergangenen Jahren, aber eigentlich durchweg gute Abende. Und drei Festivals (Way Back When, Haldern Pop und Electric Honey Sessions/Magner’s Summer Nights) holen natürlich auch quantitativ einiges raus.

So war es auch in diesem (bzw. im letzten) Jahr gar nicht so einfach, eine Top Ten der Konzerte zu erstellen. Es gab den einen oder anderen Kandidaten, der da nur sehr knapp rausgefallen ist. Nichtsdestotrotz: hier sind sie, die zehn Konzerte, die 2015 den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen haben.

  1. Courtney Barnett, Haldern Pop (Spiegeltent) – die Frau konnte 2015 einfach nichts falsch machen. Versetzte mich und das knallvolle Spiegeltent in kollektive Verzückung/Ekstase.
  2. Maxïmo Park, Essigfabrik, Köln – „A Certain Trigger“ an einem Stück – wie ein lang gehegter Traum, der in Erfüllung ging.
  3. Royal Blood, Live Music Hall, Köln – das erste Konzert des Jahres, und was für eins! Druckvoll ohne Ende, das macht die Songs noch beeindruckender als auf dem Album.
  4. Ibeyi, Haldern Pop (Spiegeltent) – Wahnsinnsstimmen, außergewöhnliche Songarrangements, einfach traumhaft schön.
  5. We Were Promised Jetpacks, Kelvingrove Bandstand, Glasgow – die großartige schottische Band inmitten von schottischen Fans – eine Wucht!
  6. Foxygen, Way Back When (FZW) – die mit Abstand abgefahrenste Show des Jahres, die aber auch musikalisch überzeugend war. Ein Erlebnis!
  7. The Rural Alberta Advantage, Way Back When (Domicil) – kannte ich vorher nur vom Hörensagen, hat mich aber komplett umgepustet. Ich liebe es, wenn so etwas passiert!
  8. Locas in Love, Sissikingkong, Dortmund – diese wunderbare Band in fast schon intimem Rahmen zu sehen, ist einfach ein Genuss.
  9. Wanda, Way Back When (FZW) – anders als bei der Soloshow im FZW war das Publikum hier der Band gewachsen – eine Riesenparty voller Amore und Schnaps.
  10. The Slow Show, Way Back When (Pauluskirche) – diese Band in einer Kirche = Gänsehaut am laufenden Band.

Ganz nah an den Top Ten waren außerdem Angelika Express (Piano, Dortmund), Benjamin Booker und Wild Smiles sowie The Wave Pictures (alle FZW, Dortmund).

Weitere gute Konzerte waren (ohne spezielle Reihenfolge):

  • Noel Gallagher’s High Flying Birds, ME-Halle, Düsseldorf
  • We Were Promised Jetpacks, Druckluft, Oberhausen
  • Paul Weller, Gloria, Köln
  • Klaus Johann Grobe, Way Back When
  • Bernd Begemann & Die Befreiung, Haldern Pop
  • Benjamin Booker, Haldern Pop
  • Ben Hermanski & Domingo, Fraukes Wohnzimmer, Dortmund
  • Wanda, FZW, Dortmund
  • Gisbert zu Knyphausen, Bahnhof Langendreer, Bochum
  • Ton Steine Scherben, FZW, Dortmund
  • Interpol, FZW, Dortmund
  • Life in Film, Blue Shell, Köln

Und jetzt: Vorfreude. Die ersten Tickets für 2016 sind schon gekauft.

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#abcfee2015 – das bedeutete auch in diesem Jahr wieder: 26 Tage im April täglich (mindestens) ein Bild für jeden Buchstaben des Alphabets bei Instagram. Naja, fast, xyz werden traditionell großzügig zusammengefasst.

Ich habe in diesem Jahr das erste Mal mitgemacht (was nicht weiter verwunderlich ist, da ich überhaupt erst seit Anfang des Jahres bei Instagram mitmische) und muss sagen: Das hat wirklich Spaß gemacht. Während mir manche Buchstaben-Foto-Kombinationen förmlich ins Auge sprangen, musste ich bei anderen etwas länger überlegen. Aber genau diese tägliche Herausforderung macht das ganze ja auch reizvoll. Genau wie das Durchstöbern der Bilder der anderen Teilnehmern – das eine oder andere Mal hab ich mich dabei erwischt zu denken: „Ach ja, da hätteste ja auch selbst drauf kommen können!“ Aber am Ende des Tages fand sich doch immer ein geeignetes Motiv.

Ich präsentiere also hier meine Beiträge zum #abcfee2015:

abc1A wie Arc de Triomphe, B wie Bier (des Monats im Thalys), C wie Crevetten, nochmal C wie Charlie Hebdo (aus Paris mitgebracht), D wie Dortmund gegen rechts bzw. Dortmund nazifrei, E wie eBook-Reader, F wie Feiertagstorte bei der Familie, G wie Gefühlte Wahrheit (aus dem SZ-Magazin), H wie Hornby, Nick.

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I wie Interpol (die Band!), J wie John Lennon (Foto der John-Lennon-Mauer in Prag), K wie Klavier (in der Dortmunder Fußgängerzone), L wie Lars, der kleine Eisbär, M wie Modfather, N wie Niagarafälle, O wie Organspendeausweis, P wie Plektrum von Paul (Weller), Q wie Q Magazine.

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R wie Record Store Day, S wie satt, T wie totally hooked (nach meiner ersten Runde Disc Golf), U wie Ukulele, V wie Vinyl im Bilderrahmen, W wie Welttag des Buches mit Wolfgang Welt, Z (xyz) wie Ziggy Stardust.