Archiv der Kategorie: Unterwegs

Nachtschicht auf Hansa

Zu Weihnachten habe ich eine Taschenlampenführung auf der Kokerei Hansa geschenkt bekommen. Und warum lange warten, wenn das Wetter am ersten Freitag des Jahres wider Erwarten gut ist?

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Die Führung hat rund 2,5 Stunden gedauert und man erfährt sehr viel über die Arbeit auf der Kokerei. Und im Dunklen ist es natürlich ein besonderes Erlebnis, über das Gelände und durch die imposanten Gebäude zu streifen. Ein Großteil davon wird dabei zudem in schickem Blau erleuchtet. Ein eindrucksvoller Anblick und ein lohnenswerter Ausflug!

Einen schönen Panoramablick auf Dortmund gibt es ebenfalls:

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In der Kompressorenhalle:

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Feierabend!

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Die Premieren 2017

Eigentlich könnte ich es mir hier sehr einfach machen und einen nicht gerade kleinen Teil des Textes von dieser tollen Dame hier übernehmen. Schließlich haben wir ja sehr viel davon gemeinsam erlebt.

Zum Beispiel die Reisen und Ausflüge; ich war im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Kopenhagen, in einigen Orten der Eifel, in Nizza, Cannes, Antibes und Monaco oder in der Elfringhauser Schweiz und auf dem Rheinsteig. Oder in den Steverauen, in der Elbphilharmonie (zumindest auf der Plaza) und in Bremerhaven (dort besonders im Klima- und im Auswandererhaus, zwei absolute Ausflugshighlights).

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In der Eifel war ich auch zum ersten Mal beim Ziplining, das war ein riesengroßer Spaß.  Ebenfalls (einigermaßen) naturnah war eine nächtliche Führung im Zoo, inklusive Streicheln eines Nashorns. Besonders letzteres war ein einmaliges und wunderbar intensives Erlebnis. Intensiv, wenn auch ganz anders, war meine allererste Teilnahme am Mud Masters Obstacle Run in Weeze. Ich war mir im Vorfeld nicht ganz sicher, aber als ich fertig war, wäre ich am liebsten direkt noch einmal gestartet, so viel Spaß hat das gemacht. Genau wie die Segway Tour, die wir durch den Dortmunder Abend gemacht haben. Auch etwas, was ich vorher noch nie gemacht hatte, aber schon lange mal vorhatte. Genau wie zu einem Spiel der Basketball-Bundesliga gehen. Okay, es war zwar ein Pokalspiel, aber immerhin Bayern München gegen Bonn, was sowohl in der Liga als auch im Pokal als Spitzenspiel durchgeht. War auch Spitze!

Bei den Konzerten gab es natürlich wieder jede Menge Premieren, von denen auch einige einen sehr nachdrücklichen Eindruck in Kopf, Herz und Plattensammlung hinterlassen haben. Endlich auf der Bühne gesehen habe ich letztes Jahr auch Helge Schneider und Rainald Grebe; und ganz bestimmt nicht das letzte Mal. Eine Premiere war für mich auch der Besuch des ???-Vollplaybacktheaters, und auch das hat mir sehr gut gefallen.

Weniger erfreulich, aber immerhin auch weit weniger schlimm als befürchtet, war eine kleine OP an der Kopfhaut. Nix wildes, und es war auch schnell und schmerzlos erledigt. Aber trotzdem eine Erfahrung, auf die man auch gut verzichten könnte.

Für 2018 stehen schon wieder einige Dinge auf dem Plan, die ich wieder zum ersten Mal sehen und/oder erleben werde. Jedes Jahr sollte immer wieder neue Premieren bereit halten, finde ich. Ich bin schon gespannt!

cof

 

Die Alltag und Kultur Awards: Konzerte 2017

Auf den Spitzenplätzen

Loyle Carner (Haldern Pop) 2017 war bei mir das Jahr des Loyle Carner. Und das ging mit dem umwerfenden Konzert im rappelvollen Spiegeltent beim Haldern Pop so richtig los. Da habe ich ja schon einige Wahnsinnsshows gesehen, und dieser Auftritt gehört definitiv dazu!

Slowdive (Way Back When) Erste Reihe, fast mittig, alle Sinne auf vollen Empfang und einfach genießen, in seiner ganzen lauten, epischen Schönheit. Umwerfend gut, ich krieg direkt wieder Gänsehaut.

Arcade Fire (Tanzbrunnen, Köln) Gänsehautmomente en masse inmitten von 12.000 Leuten und bei teilweise noch hellem Sommerhimmel. Endlich Arcade Fire live, endlich Rebellion (Lies) live (Oh! Mein! Gott!). Gigantisch gut!

Who Killed Bruce Lee (FZW, Dortmund) Ich sage es mal so: Wer zurzeit ne bessere Liveband für ein (relative) kleines Clubkonzert finden will, hat es schwer. Die Jungs von WKBL sind einfach sensationell gut!

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Slowdive

Dicht auf den Fersen

Jen Cloher (Maschinchen Buntes, Witten) Dazu habe ich bereits vor einiger Zeit alles gesagt. Begeistert bin ich aber immer noch!

Gurr (Way Back When) Konzerte, zu denen man aus Interesse geht und die einen dann voll aus den Latschen hauen, sind einfach schwer zu schlagen.

The Divine Comedy (Mojo, Hamburg) Da stimmte einfach alles. Sympathisch und charismatisch, wunderbare Popsongs

Portugal. The Man (Way Back When) Liefen jahrelang bei mir unter dem Radar. Wird mir nach diesem beeindruckenden Konzert sicher nicht mehr passieren. Versprochen!

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Jen Cloher

Die Verfolger

Locas in Love (Zeche Carl, Essen) Zehn Jahre Saurus – Grund genug, dieses tolle Album in Gänze auf die Bühne zu bringen. Und sowieso sind die Locas eine wunderbare Band, da lohnt der Konzertbesuch immer.

The Wave Pictures (Subrosa, Dortmund) Die sind immer Garanten für ein schönes Konzert. Einfach, weil sie selbst so viel Spaß dabei haben.

Die Höchste Eisenbahn (Haldern Pop) Die sind immer Garanten für ein schönes Konzert. Einfach, weil sie selbst so viel Spaß dabei haben. (Nein, das ist kein Copy-/Paste-Fehler, das gilt schlicht und einfach für beide Bands exakt gleich.)

Kate Tempest (Haldern Pop) Die Frau hat was zu sagen, und sie sagt es auf beeindruckende Weise. Keine leichte Kost, sollte man aber nicht verpassen.

 

Die gute Basis

Buster Shuffle (Trompete Bochum), Motorama (FZW, Dortmund), Sparkling (Cardinal Sessions Köln), Shame (Cardinal Sessions Köln), Paul Weller (Ringlokschuppen, Bielefeld), His Clancyness (Etepetete Festival), The Amazons (Haldern Pop), Nick Waterhouse (Haldern Pop), Idles (Haldern Pop), Warbly Jets (Way Back When), Jake Isaac (Way Back When)

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Paul Weller

Außer Konkurrenz

Rainald Grebe (Werk°Stadt, Witten), Helge Schneider (Philharmonie, Köln), The Ukulele Orchestra of Great Britain (Heinz-Hilpert-Theater, Lünen) Die waren alle auf ihre Weise sehr brillant, unterhaltsam und lustig.

Man sieht also: Das Konzertjahr 2017 war sehr ergiebig. Tolle Künstlerinnen und Künstler, die ich zum ersten Mal gesehen habe, viele wunderbare Acts, die immer wieder super sind. Und die ersten Tickets für das nächste Jahr sind natürlich auch schon gekauft. Es muss schließlich immer Musik da sein!

 

Nissa la bella – fell in love with a city

Da das Wetter draußen seit Tagen eher dazu einlädt, möglichst wenig vor die Tür zu gehen, wird es höchste Zeit, einen Blick über die immer noch leicht sonnengebräunte Schulter zu werfen und sich lächelnd an den diesjährigen Sommerurlaub zu erinnern.

Beach

Die Reise ging dieses Mal nach Nizza. Im Gegensatz zu anderen Orten an der Côte d’Azur ist Nizza ein bezahlbares Pflaster, sowohl was die Unterkunft als auch die Ausgaben vor Ort angeht. Denn Nizza ist eine Großstadt, in der man natürlich auch den Reichtum der „French Riviera“ zu sehen bekommt, in der aber eben auch normale Leute leben und den Alltag bestimmen.

Stadt

Aus Touristensicht ist das ein sehr schöner Alltag. Der überwiegende Teil des Jahres ist sonnig und warm, man hat das wunderschöne, türkisfarbene Mittelmeer vor der Tür, und direkt dahinter schließt eine traumhafte Altstadt an; und auch die weitere Stadt, die wir gesehen haben, war . Dazu gibt es wunderbar leckeres Essen, köstlichen Roséwein und im Hinterland schöne Berglandschaften.

Essen

Da wir ja schließlich Touristen waren, haben wir all diese Vorzüge uneingeschränkt genossen. Na gut, im Hinterland waren wir nicht wirklich, was hauptsächlich daran lag, dass wir nur neun Tage dort waren. Aber ansonsten war das ein herrlich entspannter Urlaub. Viel Strand und Meer, zwei Ausflüge (nach Cannes und Antibes sowie nach Monaco) und Spaziergänge durch die Stadt, viel draußen sein. Ohne viel Plan, ohne Zwang in den Tag hinein leben, die Uhrzeit Uhrzeit sein lassen; eben einfach entspannen. Das geht unter anderem auch deshalb so gut, weil die Leute dort selbst entspannt sind. Liegt vielleicht am Meer und am schönen Wetter. Selbst die Touristen sind da nicht großartig negativ aufgefallen.

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Man sagt ja über Urlaub immer, dass er viel zu schnell vorbeigeht. Bei diesem hier war das tatsächlich noch akuter als sonst. Erstens weil er ohnehin recht kurz war; zweitens weil ich mich ein bisschen in diese Stadt verliebt habe und gerne noch viel mehr Zeit dort verbracht hätte. Nach Nizza komme ich bestimmt noch mindestens einmal zurück!

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Gehört und gesehen: Haldern Pop 2017

„Ah, Haldern Pop – wer spielt denn da so? Kennt man da jemanden?“ Tja, gute Frage. Kommt halt darauf an, was und wen man so kennt. Die Frage wird jedenfalls häufig gestellt, wenn man erzählt, dass man nach Haldern fährt. „Man“ kennt tatsächlich meistens einige wenige Bands und Künstler – in diesem Jahr zum Beispiel Clueso oder AnnenMayKantereit. Die mich aber nicht interessieren, weshalb ich die in meiner Antwort auf die Frage öfter unbewusst gar nicht erwähnt habe. Von den weiteren Bands kennt „man“ dann eher weniger, auch wenn viele beim Haldern-Publikum durchaus gut bekannt sind und auch ich mich auf sie gefreut habe.

Es ist seit Jahren ein beliebtes Thema und Haldern-Fahrern (und erst recht im Forum der Website – wer sich mal über Luxusprobleme von Festivalgängern amüsieren möchte, ist da genau richtig!) – früher war mehr Lametta waren mehr „große“ Namen da, früher gab es mehr Indie, mehr Rock, mehr wasweißichnichtalles. Stimmt auch oft. Lässt sich aber auch nicht ändern. Die Gründe für die Veränderung des Festivals, des Bookings etc. lassen sich an vielen Stellen ausführlich nachlesen.* Worauf man sich aber immer verlassen kann: In Haldern hat man ein gutes Wochenende, und das Haldern-Team hat (immer noch) eine Nase für Künstler, die an der Schwelle zum Durchbruch stehen und für Künstler, die nicht nur ihr 0815-Festival-Set spielen. Viele Künstler kommen tatsächlich gerne nach Haldern.

Ich auch. Deswegen gehört das Festival seit 2005 zu den Fixpunkten meines Jahreskalenders. Und es ist schon lange mehr als ein Musikfestivalwochenende. Es ist ein Kurzurlaub mit Heimatgefühl. Da lasse ich auch mal ein Konzert am frühen Samstagnachmittag sausen, um noch ein bisschen mit der Campinggruppe zu plaudern, zu grillen, Karten oder Looping Louie zu spielen. Haldern ist eben auch: wohlfühlen und entspannen.

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Wellness-Programm „Festivalwochenende“

Viel Musik gibt es aber natürlich trotzdem immer. Obwohl die geplanten Konzertbesuche dieses Mal durch den Dauerregen am Donnerstag beschnitten wurden. Die angepeilten Acts auf der Hauptbühne (Get Well Soon, A Blaze Of Feather, Conor Oberst) habe ich daher nicht gesehen. Dafür Nothing. Also die Band, nicht nichts…

Am Freitag war dann aber auch endlich richtig Musik drin. Und zwar im Spiegeltent – noch so eine Haldern-Besonderheit, diese Bühne in einem wunderschönen Zelt. Ich war noch nie so lange am Stück dort drin wie an diesem Freitag, nämlich von ca. 16 Uhr bis ca. 23 Uhr. Gesehen und gehört habe ich Loyle Carner, Die Höchste Eisenbahn, The Amazons, Matthew and the Atlas, Mammal Hands und Aldous Harding. Eine kleine Weile Käptn Peng & die Tentakel von Delphi auf der Hauptbühne war zum Abschluss auch noch dabei.

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im Spiegeltent

Der Samstag dagegen war dann der Hauptbühne gewidmet. Und zwar mit Kate Tempest, Nick Waterhouse, Bear’s Den, The Afghan Whigs und ein paar Minuten Bilderbuch. Der letzte Act waren dann die Idles im Zelt. Bzw. haben wir den größten Teil davon auf einer Bank im Biergarten verfolgt.

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Bear’s Den

Das Konzertrating:

Highlights: Loyle Carner (meine Entdeckung des Wochenendes, und hatte mit „No CD“ (im Link) einen meiner Hits des Jahres dabei), Kate Tempest, Die Höchste Eisenbahn (immer wieder wunderbar), Idles (einfach großartig abgefahren!)

Sehr gut: The Amazons, Nick Waterhouse, Bear’s Den (vor allem wegen des „Haldern-Moments“)

Gut: The Afghan Whigs, Matthew and the Atlas, Nothing

“Tat nicht weh” bis “Hätt ich nicht gebraucht”: Käptn Peng & DTvD (schade, aber das kam bei mir – nicht nur akustisch – nicht so richtig an), Mammal Hands, Bilderbuch, Aldous Harding.

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Kate Tempest

Insgesamt habe ich schon mehr Konzerte in Haldern gesehen, aber der angesprochene Donnerstag hat da einen Strich durch die Rechnung gemacht, ebenso wie die erwähnte Prioritätensetzung. Und ehrlicherweise hatte ich dieses Jahr auch erst gar keine große Lust, zur Pop Bar zu laufen, da die meistens sowieso überlaufen ist. Sløtface hätte ich zum Beispiel eigentlich sehr gerne gesehen.

Im See war ich dieses Jahr auch nicht schwimmen – war mir schlicht zu kalt bei Temperaturen um die 20 Grad, schließlich kamen wir frisch aus dem Nizza-Urlaub. Dafür war es wieder mal wunderbar in unserer (dieses Jahr so kleinen wie lange nicht mehr) Campingrunde, es war alles angenehm ruhig und reibungslos, das Wetter war dann insgesamt doch besser als gedacht, das Publikum war erfreulich aufmerksam und wenig anstrengend, und überhaupt: Es war wieder ein herrliches Haldern-Wochenende.

 

*“früher“ gab es in Haldern übrigens auch nur eine Handvoll Dixiklos (gefühlt) und spärliche bis gar keine Duschmöglichkeiten. Manche Sachen werden eben doch mit der Zeit viel, viel besser.

Zipline, Ziegen und mehr

Der/die eine oder andere war ja bestimmt schon mal in einem Klettergarten. Da macht man ja meistens auch eine (oder mehrere) Abfahrten an einem Stahlseil, von einem Baum zum anderen. Weil sowohl meine liebste Ausflugsbegleitung als auch ich davon besonders angetan waren – und von Bildern von Zipline-Touren obendrein – habe ich ihr im letzten Jahr genau so etwas geschenkt: eine Zipline-Tour.

Die kann man bei EifelAdventures in Berlingen machen. Weil das gut zwei Autostunden von Dortmund entfernt liegt, haben wir uns bei der Buchung der Tour entschieden, das mit einer Übernachtung zu verbinden und noch ein bisschen Ausflugsprogramm drumherum zu stricken. So sind wir am Samstagvormittag, pünktlich zum Ferienbeginn, in die Eifel aufgebrochen. Das erste Ziel, das wir uns ausgeguckt hatten, war der Wallende Born in, tadaa, Wallenborn. Das ist ein Kaltwassergeysir, alle 35 Minuten gibt es eine Eruption. Nach der erstaunlich stau- und stressfreien Fahrt erst einmal ein Kaffee im Gasthaus Zum Brubbel (so wird der Born im Volksmund genannt), dann gemütlich rüber geschlendert und gewartet. Nach einer halben Stunde dann: Es brubbelt.

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Eine eher gemütliche Eruption…

Hm. Schon ganz interessant, aber so richtig spektakulär ist das nicht. Vielleicht ist man aber auch von Bildern anderer Geysire „verdorben“. Kann man sich mal ansehen, den Brubbel – wenn man aber nicht sowieso dran vorbei kommt, muss man nicht extra da hin.

Also weiter, erst einmal zu unserer Unterkunft. Müllisch’s Hof liegt in Dohm-Lammersdorf (ja, das ist genauso groß wie es klingt) und ist wirklich sehr zu empfehlen. Idyllische, super ruhige Lage, schöne Zimmer, nette Leute, gutes Frühstück. Wir fahren aber trotzdem wieder los, und zwar zu den Dauner Maaren. Was Maare genau sind, kann man z.B. hier nachlesen.

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Das Weinfelder Maar

Was sie aber definitiv sind: Traumhaft schön. Wir waren am Weinfelder Maar, sind auf den Mäuseberg samt Dronketurm geklettert, von dem man auch das Gemündener Maar sehen kann, haben auf einer großen Schaukel mit tollem Ausblick die Seele baumeln lassen und waren einfach nur begeistert. Das Glück perfekt machen die vielen Ziegen und Esel, die dort (relativ) frei herumlaufen und für eine natürliche Grünpflege sorgen. Herrlich! Ein wunderbar entspannender Ausflug.

Am nächsten Tag aber dann: Zipline! Auf dem Weg machen wir noch einen Zwischenstopp an der Kasselburg (so nah dran, wie man ohne Eintritt in den Wolfs- und Adlerpark kommt), aber dann auf nach Berlingen. Weil wir früh dran sind, spielen wir noch eine Runde Adventure-Minigolf auf dem schön gestalteten Kurs. Und dann geht’s los. Wir werden in die Kunst des Ziplinings eingewiesen, drehen eine Runde auf dem Übungsparcours, klettern die „Himmelsleiter“ hoch – und schon geht es die erste Zipline entlang von Baum zu Baum. Grandios. Hat man beim ersten Mal noch ein leicht mulmiges Gefühl, macht es danach einfach nur noch Spaß. Besonders die beiden „Mega-Zips“ über das Tal des Berlinger Bachs.

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Ein kleiner Basejump und ein bisschen Klettern und Balancieren über Hängebrücken gehört auch dazu, aber hauptsächlich saust man am Seil durch die Luft. Ein tolles Gefühl! Gut zwei Stunden vergehen dabei wie im Flug (höhö). Hinterher haben jedenfalls alle Teilnehmer ein glückliches Grinsen im Gesicht.

Mit dem Ende der Zipline-Tour endet auch unser Ausflug und es geht wieder in Richtung Heimat. Und zwar mit vielen tollen Eindrücken und einem tollen Wochenende im Gepäck. Und weil es so schön ist, kommt jetzt zum Schluss noch ein Ziegenfoto. 😉

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72 Stunden in Ostwestfalen mit reichlich gutem Essen

Donnerstagabend bis Sonntagnacht, Bad Salzuflen, Bielefeld und zwischendurch ein Abstecher nach Herford. Zeit genug für jede Menge schöne Momente und viel Genuss in Ostwestfalen! Und vorweg: Jedes Lokal, das im weiteren Verlauf vorkommt, ist eine Empfehlung, falls ihr mal in der Nähe seid.

Los ging es nach unserer Ankunft in Bad Salzuflen mit den Seeterrassen im Kurpark. Bei traumhaftem Wetter saßen wir auf der schön gestalteten Terrasse und genossen unser leckeres Essen. Satt und zufrieden drehten wir anschließend noch eine Runde um den Kurparksee, bevor wir ins Hotel zurückspazierten – inklusive Zwischenstopp an der Eisdiele.

Am nächsten Morgen stand mit einer Hochzeit der eigentliche Grund unserer Kurzreise an. Die ganze Gesellschaft wurde anschließend im Bistro Millau mit einem leckeren Frühstück versorgt. Auch dort saßen wir – in der Altstadt und an der Salze sehr hübsch gelegen – natürlich draußen. Nach nachmittäglichem Kuchen (nicht dass man aus Versehen noch unterzuckert!) fuhren wir abends nach Herford zum Restaurant van Laer – auf dem Plan stand ein Spargelbuffet! Da lag natürlich nicht nur Spargel, sondern auch jede Menge weitere köstliche Speisen, die gut zum Spargel passen. Schon wieder pappsatt und glücklich. Außerdem ist es rund um das Restaurant, das in eine Hofanlage integriert ist, idyllisch schön, und auf einer Wiese standen sogar zwei Alpakas!

Am Samstag dann weiter nach Bielefeld. Zunächst an den Obersee, um den neuen – und leider noch nicht beschilderten – Disc Golf Kurs zu testen. Und weil das Wetter gut war, haben wir auch gleich den dortigen Biergarten getestet. Fühlte sich ein bisschen an wie im Urlaub, also sehr gut!

Abends waren wir bei Heinrich sein Enkel. Was bei uns im Pott möglicherweise als Beschreibung eines Verwandtenbesuchs durchgeht. Gemeint ist allerdings das so benannte Restaurant am Bielefelder Siegfriedplatz, das mit außergewöhnlicher Küche aufwartet. Regionale Produkte treffen französische Kochkunst. Dazu ein guter Wein. Das war schon etwas wirklich Feines!

Anders fein, aber eben auch fein war das sonntägliche Frühstück im Café Künstlerei. Quasi etwas für die Seele. Es gab nämlich ein Seelenfrühstück. Was das genau bedeutet, könnt ihr hier nachlesen. Zu den Seelen gab es allerlei leckeren Aufstrich und Belag, vieles davon selbstgemacht. Ein Gedicht und ein wunderbarer Start in den Tag. Der übrigens mit einem fantastischen Paul Weller Konzert endete. Aber davon hat meine liebste Konzertbegleitung schon längst ausführlich berichtet. Ich schließe also mit dem Fazit: Schön war es (mal wieder) in Ostwestfalen – und lecker!