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Die Sache mit den Band-T-Shirts

Bei @Garpswelt habe ich (mittlerweile schon vor ganz schön langer Zeit, wie mir scheint. Und übrigens, falls ihr bei Twitter seid: Folgt ihr, es lohnt sich!) einen Tweet gelesen, bei dem ich gedacht habe: Das könnte ich auch mal machen. Und zwar die Band-T-Shirts zählen, die über die Jahre (Jahrzehnte) in meinen Kleiderschrank eingezogen sind. Und die ich alle mehr oder weniger regelmäßig trage. Auch wenn es bei manchen nur noch zum Schlaf-Shirt reicht. Da ist ganz schön was zusammengekommen…

An der Spitze stehen, und das kann wirklich niemanden überraschen, Oasis sowie die nachfolgenden Projekte der Gebrüder Gallagher. Inkl. Beady Eye, den High Flying Birds und Liam solo komme ich da auf glatt 10 T-Shirts. Jeweils zwei besitze ich von Art Brut und dem Haldern Pop Festival (ja, Festival-T-Shirts zähle ich auch mit).

Insgesamt bin ich bei 32 T-Shirts gelandet. Tendenz natürlich steigend.  Das erste in der Sammlung müsste (natürlich!) ein Oasis-T-Shirt gewesen sein. Und es wären noch bedeutend mehr, wenn

  • ich nicht in schwachen (man könnte auch sagen dämlichen) Momenten einige verkauft hätte,
  • bei den Konzerten immer die richtige Größe am Merch-Stand erhältlich wäre,
  • die T-Shirts genau so schön wären wie die Musik der KünstlerInnen,
  • das Blood Red Shoes T-Shirt nicht nach dem ersten Waschen so sehr eingelaufen wäre, dass es diese junge Dame jetzt als Schlaf-Shirt trägt.

Das nächste T-Shirt ist übrigens schon quasi unterwegs: Das neue Buster Shuffle Album gibt es praktischerweise gleich im Bundle mit schicker Obertrikotage. Wer kann da schon widerstehen? Mit einem Band-T-Shirt ist man einfach immer gut angezogen.

 

 

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Gehört und gesehen: Way Back When Festival 2017, Dortmund

Hurra, endlich wieder Way Back When! Das für uns komfortabelste Festival überhaupt. Mit der U-Bahn zum Venue, im eigenen Bett ausschlafen, und dann ist auch noch zeitgleich das Pfefferpotthastfest. Besser geht’s doch gar nicht! Weiterer schöner Nebeneffekt: Man trifft auch jede Menge bekannte und ebenfalls musikbegeisterte Gesichter vor Ort.

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Sieht nicht besonders schön aus, schmeckt aber umso besser: Pfefferpotthast

Dieses Jahr fiel das domicil als Veranstaltungsort raus, stattdessen war das View neu dabei. Kleiner Kritikpunkt: Man kommt nur mit dem Fahrstuhl hin und wieder weg, der nun mal eine begrenzte Kapazität hat. Das ist eher suboptimal. Ansonsten waren die Konzerte dort aber sehr in Ordnung. Das FZW ist in dieser Hinsicht sowieso über jeden Zweifel erhaben. Die Festivalorganisation ist ebenfalls beständig gut. Einzig schade war für uns die zeitliche Überschneidung von The Amazons und Warbly Jets (wobei ich The Amazons ja kürzlich noch in Haldern gesehen habe).

Aber jetzt mal Butter bei die Fische und zum Wichtigsten: zu den Konzerten. Die kommen jetzt in „geschmacklicher Reihenfolge“:

Slowdive: Ich würde nicht so weit gehen und Slowdive als eine meiner Top-Lieblingsbands bezeichnen. Dennoch standen sie auf meiner Liste der Bands, die ich noch sehen will, ziemlich weit oben. Einfach weil ich schon so oft von den beeindruckenden Livequalitäten gehört und gelesen habe. Und natürlich auch, weil ich die Musik sehr mag, ist doch klar. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Mit einer Mischung aus Begeisterung und Staunen stand ich in der ersten Reihe, quasi direkt unter Rachel Goswell’s Mikro, und nahm das mit allen Sinnen auf. Wow! Wirklich überragend. Nochmal wow!

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Slowdive

Gurr: Mitreißend! Die Platte hatte ich mir vor einigen Monaten gekauft und finde sie wirklich gut, aber dennoch war ich gespannt, wie das Ganze live wirken würde. Hinterher kann ich sagen: Das wirkt ganz großartig, ist noch ein, zwei Spuren lauter als auf Platte und scheint auch der Band viel Spaß zu machen. So viel lachende Gesichter auf der Bühne sieht man nicht oft – und davor waren es auch sehr viele. Der Extrabonus für mich: das Oasis-T-Shirt von Gitarristin und Sängerin Laura Lee. Das nächste Konzert ist schon so gut wie gebucht!

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Gurr

Portugal. The Man: Die aktuelle Single „Feel It Still“ ist einer meiner Ohrwürmer und Hits des Jahres. Davon abgesehen ging ich relativ „unvorbereitet“ in das Konzert (bei „Don’t Look Back In Anger“ als Zugabe konnte ich immerhin gut mitsingen…). Auch hier hatte ich viel Gutes über die Livequalität gehört und gelesen. Und es stimmte auch hier. Das war akustisch und auch optisch sehr beeindruckend. Und sehr viele Eindrücke auf einmal, aber es hat irrsinnig Spaß gemacht.

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Portugal. The Man

Richtig gut waren außerdem: Warbly Jets, die das View mit straightem, lauten Rock beschallten; Astronautalis, der es nach Portugal. The Man geschafft hat, das Euphorie- und Energielevel noch weiter hoch zu halten – alleine dafür Respekt; Fazerdaze, die schöne Indie-Gitarrenmusik machen, die ich mir immer anhören kann; und Jake Isaac, der mit seiner sympathischen Ausstrahlung schnell das ganze FZW im Griff hatte.

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Hatte den Laden im Griff: Jake Isaac

 

Gut gefallen haben mir auch J. Bernardt, Ilgen-Nur und Dan Croll (der leider das Pech hatte, dass während seines Sets im View immer mehr Leute abgewandert sind, um Roosevelt zu sehen). Ganz okay waren Client Liaison, die zwar musikalisch für mich nicht viel zu bieten hatten, dafür aber ne abgefahrene Show ablieferten, und Darjeeling, die wir aber zu Gunsten der Warbly Jets nach einigen Liedern wieder verließen.

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Leider nicht sehen konnte ich (und mit mir viele andere) denn Auftritt von Waxahatchee im FZW-Club. Da waren wir einfach zu spät dran und sind nicht mal in die Nähe der Tür gekommen.

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Sieger im Kostümwettbewerb: Client Liaison

Nicht warm werde ich live mit The Districts. Ich mag die Alben wirklich gerne, aber live holen sie mich einfach nicht ab. Ich finde die Posen des Sängers übertrieben und unglaubwürdig, und in meinen Augen/Ohren zerspielen sie die guten Songs zu oft. Sehr schade! Schade auch, dass ich mit Drangsal ein ähnliches Problem habe. Etwas abgeschwächt dadurch, dass mich die Musik auch nicht so 100% begeistert. Nach ein paar Songs haben wir uns also entschieden, stattdessen auf unseren Bauch zu hören und haben mit dem Olaf’s gleich mal die neue Gastronomie im FZW-Umfeld getestet. Und das ist sehr zu empfehlen – der Pulled Pork Burger war ein Gedicht (und wir waren mit dieser Idee auch nicht alleine). Eine Frage, die wir uns dabei aber  alle stellten: Warum gibt es auf dem Festivalgelände (also sinnigerweise am FZW) eigentlich keine Essensmöglichkeiten? Platz wäre doch da, und gut angenommen würde das mit Sicherheit! Es gibt also immer noch Raum für kleine Verbesserungen… Aber alles in allem war es wieder großartig! Ich freu mich auf jeden Fall sehr auf nächstes Jahr. Dann feiert das Festival 5-jähriges Jubiläum  (und wir mit ihm, als Besucher der ersten Stunde); die Tickets sind schon bestellt!

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Gehört und gesehen: Haldern Pop 2017

„Ah, Haldern Pop – wer spielt denn da so? Kennt man da jemanden?“ Tja, gute Frage. Kommt halt darauf an, was und wen man so kennt. Die Frage wird jedenfalls häufig gestellt, wenn man erzählt, dass man nach Haldern fährt. „Man“ kennt tatsächlich meistens einige wenige Bands und Künstler – in diesem Jahr zum Beispiel Clueso oder AnnenMayKantereit. Die mich aber nicht interessieren, weshalb ich die in meiner Antwort auf die Frage öfter unbewusst gar nicht erwähnt habe. Von den weiteren Bands kennt „man“ dann eher weniger, auch wenn viele beim Haldern-Publikum durchaus gut bekannt sind und auch ich mich auf sie gefreut habe.

Es ist seit Jahren ein beliebtes Thema und Haldern-Fahrern (und erst recht im Forum der Website – wer sich mal über Luxusprobleme von Festivalgängern amüsieren möchte, ist da genau richtig!) – früher war mehr Lametta waren mehr „große“ Namen da, früher gab es mehr Indie, mehr Rock, mehr wasweißichnichtalles. Stimmt auch oft. Lässt sich aber auch nicht ändern. Die Gründe für die Veränderung des Festivals, des Bookings etc. lassen sich an vielen Stellen ausführlich nachlesen.* Worauf man sich aber immer verlassen kann: In Haldern hat man ein gutes Wochenende, und das Haldern-Team hat (immer noch) eine Nase für Künstler, die an der Schwelle zum Durchbruch stehen und für Künstler, die nicht nur ihr 0815-Festival-Set spielen. Viele Künstler kommen tatsächlich gerne nach Haldern.

Ich auch. Deswegen gehört das Festival seit 2005 zu den Fixpunkten meines Jahreskalenders. Und es ist schon lange mehr als ein Musikfestivalwochenende. Es ist ein Kurzurlaub mit Heimatgefühl. Da lasse ich auch mal ein Konzert am frühen Samstagnachmittag sausen, um noch ein bisschen mit der Campinggruppe zu plaudern, zu grillen, Karten oder Looping Louie zu spielen. Haldern ist eben auch: wohlfühlen und entspannen.

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Wellness-Programm „Festivalwochenende“

Viel Musik gibt es aber natürlich trotzdem immer. Obwohl die geplanten Konzertbesuche dieses Mal durch den Dauerregen am Donnerstag beschnitten wurden. Die angepeilten Acts auf der Hauptbühne (Get Well Soon, A Blaze Of Feather, Conor Oberst) habe ich daher nicht gesehen. Dafür Nothing. Also die Band, nicht nichts…

Am Freitag war dann aber auch endlich richtig Musik drin. Und zwar im Spiegeltent – noch so eine Haldern-Besonderheit, diese Bühne in einem wunderschönen Zelt. Ich war noch nie so lange am Stück dort drin wie an diesem Freitag, nämlich von ca. 16 Uhr bis ca. 23 Uhr. Gesehen und gehört habe ich Loyle Carner, Die Höchste Eisenbahn, The Amazons, Matthew and the Atlas, Mammal Hands und Aldous Harding. Eine kleine Weile Käptn Peng & die Tentakel von Delphi auf der Hauptbühne war zum Abschluss auch noch dabei.

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im Spiegeltent

Der Samstag dagegen war dann der Hauptbühne gewidmet. Und zwar mit Kate Tempest, Nick Waterhouse, Bear’s Den, The Afghan Whigs und ein paar Minuten Bilderbuch. Der letzte Act waren dann die Idles im Zelt. Bzw. haben wir den größten Teil davon auf einer Bank im Biergarten verfolgt.

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Bear’s Den

Das Konzertrating:

Highlights: Loyle Carner (meine Entdeckung des Wochenendes, und hatte mit „No CD“ (im Link) einen meiner Hits des Jahres dabei), Kate Tempest, Die Höchste Eisenbahn (immer wieder wunderbar), Idles (einfach großartig abgefahren!)

Sehr gut: The Amazons, Nick Waterhouse, Bear’s Den (vor allem wegen des „Haldern-Moments“)

Gut: The Afghan Whigs, Matthew and the Atlas, Nothing

“Tat nicht weh” bis “Hätt ich nicht gebraucht”: Käptn Peng & DTvD (schade, aber das kam bei mir – nicht nur akustisch – nicht so richtig an), Mammal Hands, Bilderbuch, Aldous Harding.

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Kate Tempest

Insgesamt habe ich schon mehr Konzerte in Haldern gesehen, aber der angesprochene Donnerstag hat da einen Strich durch die Rechnung gemacht, ebenso wie die erwähnte Prioritätensetzung. Und ehrlicherweise hatte ich dieses Jahr auch erst gar keine große Lust, zur Pop Bar zu laufen, da die meistens sowieso überlaufen ist. Sløtface hätte ich zum Beispiel eigentlich sehr gerne gesehen.

Im See war ich dieses Jahr auch nicht schwimmen – war mir schlicht zu kalt bei Temperaturen um die 20 Grad, schließlich kamen wir frisch aus dem Nizza-Urlaub. Dafür war es wieder mal wunderbar in unserer (dieses Jahr so kleinen wie lange nicht mehr) Campingrunde, es war alles angenehm ruhig und reibungslos, das Wetter war dann insgesamt doch besser als gedacht, das Publikum war erfreulich aufmerksam und wenig anstrengend, und überhaupt: Es war wieder ein herrliches Haldern-Wochenende.

 

*“früher“ gab es in Haldern übrigens auch nur eine Handvoll Dixiklos (gefühlt) und spärliche bis gar keine Duschmöglichkeiten. Manche Sachen werden eben doch mit der Zeit viel, viel besser.

Gehört und gesehen: Way Back When 2016, Dortmund

Das Heimspiel unter den Festivals! #achendlichwieder war Way Back When, dieses Mal (leider) wieder von Donnerstag bis Sonntag und wieder im Herbst, statt wie im vergangenen Jahr im Frühsommer. Der Freude darüber und daran tut das aber keinen Abbruch, schließlich war auch in diesem Jahr das Line-up wieder exzellent zusammengestellt. Da kann man sich, soviel ist nach drei Jahren sicher, schon im Vorfeld drauf verlassen.

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Das Dortmunder Dreigestirn: Pfefferpotthast, Pils und Way Back When

Am Donnerstag hieß es also raus aus dem Büro und rein ins Vergnügen. Dazwischen einen Boxenstopp auf dem Pfefferpotthastfest eingelegt, um uns ausreichend für den ersten Abend zu stärken. Zu den Klängen von Palace kamen wir dann ins FZW, gingen aber bald wieder rüber in Richtung FZW-Club, weil wir neugierig auf Otherkin waren. Und damit lagen wir goldrichtig! Die Band aus Dublin gehörte definitiv zu den Highlights des Wochenendes, hatte mindestens so viel Spaß wie wir, holte zum letzten Song so viele Leute wie möglich auf die Bühne (wir waren dabei) und konnte einfach rundum überzeugen. Tolle, laute und energische Show. Und nett sind sie auch noch, wie ich beim anschließenden EP-Kauf feststellen konnte. Wenn sie in eurer Nähe sind, schaut mal vorbei!

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Otherkin

Der Einfachheit halber geht es jetzt chronologisch mit allen Bands weiter. Also los…

The Slow Show: Waren natürlich der quasi größtmögliche Kontrast zu Otherkin. Und waren natürlich auch toll, aber nach dem unglaublich berührenden Konzert in der Pauluskirche im letzten Jahr war es eigentlich gar nicht mehr möglich, da noch einmal ranzukommen. Der Weg ins domicil (erstaunlicherweise in diesem Jahr das einzige WBW-Konzert außerhalb des FZW für uns) hat sich aber allemal gelohnt.

Tocotronic: Nichtsdestotrotz sind wir kurz vor dem Ende wieder rüber ins FZW. Denn: Tocotronic sind immer noch wichtig. Haben sie auch an diesem Abend wieder bewiesen. Auch wenn wir die ersten drei Songs verpasst haben – gut, dass wir da waren. Zum einen war es mal wieder großartig, zum anderen hat die Band eine Pause auf unbestimmte Zeit angekündigt. Außerdem haben sie so viele „Hits“, dass jedes Konzert ein neues Highlight ist. Und nicht zuletzt: Rick McPhail, Mann!

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Tocotronic

Der Festivalfreitag artete fast schon in Stress aus. Ständiger Wechsel zwischen FZW-Halle und Club – man kam ja kaum zum Bierholen…

We Are Scientists: Machten am Freitag (unseren) Anfang. Es war: okay. Nein, es war schon gut, aber nichts, was allzu lange hängen bleibt. Irgendwie sehr amerikanisch, und es war ein bisschen bedrückend, dass der Großteil des Publikums nur bei den 1-2 großen Hits richtig mitging. Das war dann doch unverdient! Und es gab auch kein episches Gewitter! (Sorry, Haldern-Pop-Insider…)

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We Are Scientists

Bombay: Das hatte mir im Vorfeld sehr gefallen, und das Konzert ließ mich dann etwas ratlos zurück. So richtig hatte das bei mir leider nicht gezündet. Und warum war die Stimme des Sänger so leise? Naja, aber schlecht war ja nun auch nicht.

We Were Promised Jetpacks: Begeistern mich immer wieder und waren mein persönlicher Headliner. Sowas wie eine stille Lieblingsband – wobei, still sind sie ja nicht gerade. Jedes Mal beeindruckend, welche Energie sie allein mit ihrer Musik und der unfassbaren Stimme von Sänger Adam Thompson entwickeln und wie sich diese Energie auf den ganzen Raum überträgt. Gänsehaut und Euphorie und großartige Songs!

Isolation Berlin: Hatte ich mich sehr drauf gefreut und war wie schon erwartet damit nicht der einzige: Wir kamen erst zum zweiten oder dritten Song in den ziemlich vollen Club. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn ich mich nicht immer völlig mit den Texten identifizieren kann, mag ich den lässigen, schrammeligen Stil der Band sehr. Die werden momentan zu Recht gefeiert.

Augustines: Ich bin ohne große Erwartungen in das Konzert gegangen. Das erste Album fand ich super, was danach folgte recht gut. Live habe ich sie vor einigen Jahren in Haldern gesehen, und das war – wohl auch aus Sicht der Band – eine ziemliche Katastrophe. Umso schöner, dass ich auf der letzten noch einmal das wahre Gesicht der Band erlebt habe. Energie, tolle Songs, Geburtstagskind auf die Bühne geholt und eingebunden, Spaß gehabt und gemacht, länger gespielt als geplant – Spitze!

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Augustines (und Geburtstagskind Marco)

Am Samstag sind wir erst recht spät eingestiegen, und zwar zu

Von wegen Lisbeth: Irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Das war nett und gut, aber (mir) im Grunde auch relativ egal. Aber einem großen Teil des jungen Publikums (oh Gott, wie das klingt! Oppa erzählt vom Krieg…) gefiel es sehr gut, also alles richtig gemacht.

The Boxer Rebellion: „Beautiful noise“ schrieb ich dazu bei Instagram, und das beschreibt es ziemlich gut. Hat mir sehr gut gefallen, ohne mich komplett vom Hocker zu reißen, aber musikalisch mochte ich das wirklich gerne.

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The Boxer Rebellion

Kakkmaddafakka: Nachdem Wintersleep im FZW-Club das einzige Konzert war, zu dem wir es nicht geschafft haben (zu viele Leute für zu wenig Platz), machten wir also Pause (Oppa schon wieder…) und warteten auf Kakkmaddafakka, die wir uns dann von der Empore aus ansahen. Gewohnt souveräne Show der Norweger, die echt gutes Konzertentertainment bieten – und die Musik kann man sich ja auch sehr gut anhören. KMF brachten den Raum nochmal ordentlich in Wallung und bildeten damit einen würdigen Abschluss.

Und jetzt? Heißt es wieder warten, bis es #achendlichwieder die ersten Early Bird Tickets gibt. Denn so viel ist sicher: Die werden wieder gekauft! Bis zum nächsten Mal beim Festival for Music Lovers!

Gehört, gesehen und gefühlt: Haldern Pop 2016

Ach Haldern. Was habe ich, was haben wir im Vorfeld nicht diskutiert, gegrübelt, gehadert. Immer teurere Karten, viele Wiederholungen im Line-Up, immer weniger bekannte Bands, dazu letztes Jahr ein erschreckendes Erlebnis mit der Security, und überhaupt. Ein bisschen war es so, als würden wir nach Gründen suchen, vielleicht mal eine Pause einzulegen. Ein bisschen Abstand zu gewinnen.

Und dann: War es (natürlich!) doch wieder ein zauberhaftes Wochenende. Trotz Dauerregens am Donnerstag. Selbstverständlich ist unsere wunderbare Reisegruppe zu einem Großteil für das großartige Erlebnis verantwortlich – mit euch wäre auch ein Campingwochenende in Bottrop-Boy ein Spitzenwochenende. Aber auch das Haldern Pop hat sich in diesem Jahr – zumindest für mich – wieder viel Mühe gegeben. Fast so, als wollte es mich vom Gegenteil der oben genannten Gedanken überzeugen.

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Auch wenn das Line-Up nominell in der Tat zu den subjektiv schwächsten in meiner Haldernzeit gehörte und ich mich sehr ausführlich informieren musste: Es gab dann doch wieder einige Highlights. Ganz vorne waren dabei Yak, die das Spiegelzelt, die Anwesenden und meinen Gehörgang ordentlich durchgepustet haben. What a show! Und erfreulicherweise funktioniert das auch auf Platte ganz hervorragend. Toll waren auch St. Paul & The Broken Bones – stimmungsvoll, unterhaltsam und auch musikalisch gut. Ebenfalls schön: Minor Victories. Wie waren wir uns beim Konzert noch einig: Mit Shoegaze-Gitarren kriegt man uns immer. So auch diesmal. Gefallen hat mir auch das Konzert von Michael Kiwanuka, auch wenn ich da ein-zweimal gedacht habe, dass der Funken noch ein bisschen mehr überspringen könnte. Aber schön war es allemal. Positiv überrascht haben mich außerdem Algiers – da hatte ich im Vorfeld nicht besonders aufmerksam reingehört und war sehr angetan. Außerdem klasse: Ben Caplan & The Casual Smokers und Die Nerven.

Neben der guten Musik stimmten aber in diesem Jahr auch die Rahmenbedingungen. Nettes Securitypersonal, flüssige Einlasskontrollen, problemloser Zugang zum Spiegeltent, die gute Idee mit den Schließfächern, nochmals verbesserte Sanitäranlagen, Ruhe auf dem Campingplatz (letzteres ist natürlich immer ein bisschen Glückssache). Erwähnte ich schon die weltbeste Campinggruppe? Egal, kann man nicht oft genug erwähnen. Haldern ist eben mehr als ein Festivalwochenende. Haldern ist ein Gefühl.

Es passieren einfach immer wieder so wunderbare Dinge mit diesen besonderen Leuten auf diesem besonderen Festival. Schwimmen im See mit dem Donut und anschließendem Delirium-Tremens-Bier-Lachflash. Fachkundige Gespräche über abgefahrenste südkoreanische Noisemusik von Jambinai im Biergarten vor dem Spiegeltent und die natürlich vollkommen ernst gemeinte Feststellung, dass wir nie jemand die Geomungo schöner haben spielen sehen (googlet das Instrument einfach…). Und und und…

Also, bis nächstes Jahr, Haldern? Gut möglich. Ich kann mir einen August ohne Haldern mittlerweile nur noch sehr schwer vorstellen, egal, was im Vorfeld so passiert.

(Kurioserweise habe ich in diesem Jahr so wenig fotografiert wie nie zuvor, daher gibt es auch nur ein Bild in diesem Beitrag. Ich glaube, es ist während des Auftritts von Drangsal entstanden.)

Song des Monats: August 2016

In diesem Monat steht die Rubrik ganz unter dem Eindruck des gerade zu Ende gegangenen Haldern Pop Festivals (dazu bestimmt an dieser Stelle später mehr). Einmal mehr war es sehr schön, und einmal mehr gab es einiges an neuer Musik zu entdecken, in die ich vor dem Festival maximal reingeschnuppert habe.

Neugierig auf mehr hat beim Schnuppern eindeutig Yak gemacht. Also husch husch rein ins Spiegeltent am Samstagabend, einmal durchrütteln und euphorisieren lassen, bitte! Ganz ganz großartig! Und auch auf dem im Anschluss direkt gekauften Album „Alas Salvation“ funktioniert das hervorragend! Kaufempfehlung! Und hier kann man einen ersten Eindruck bekommen, so halb zwischen Studio- und Livesound – Use Somebody von Yak:

Ein Ausflug in den Popsalon

Noel Gallagher’s High Flying Birds spielen an einem Freitagabend in Köln, und was machen wir? Fahren lieber nach Osnabrück. Bzw. erst einmal ins nahe gelegene Ostercappeln, um das neue, wunderbare Schwedenhaus der lieben Freunde und Gastgeber für das Wochenende angemessen zu bestaunen. Wie gut, wenn man beides – Popsalon– und Freundesbesuch – miteinander verbinden kann.

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Abends starten wir das schöne Indoorfestival mit dem Auftritt von Gloria im Haus der Jugend. Gloria besteht unter anderem aus Klaas Heufer-Umlauf und Mark Tavassol of Wir-sind-Helden-Fame und sind – nett. Ihr Pop mit deutschen Texten tut nicht weh, ist auch nicht schlecht, lässt einem aber auch genug Zeit, beispielsweise extrem unrhythmisch tanzende Mitmenschen zu beobachten. Und so ist es auch kein Problem, vor Ende des Sets aufzubrechen und die wenigen Schritte zur Lagerhalle zu gehen, wo kurze Zeit später Motorama spielen. Auf die habe ich mich im Vorfeld am meisten gefreut (sie sind auch zugegebenermaßen die Band, mit der ich mich schon am ausführlichsten beschäftigt hatte). Und die Russen spielen ein tolles Set, auch wenn die Anleihen an Joy Division und Co. natürlich unüberhörbar sind. Aber gut bleibt eben gut, und Motorama sind einfach gut. Zunächst etwas kontrolliert, aber im letzten Drittel des Sets bricht die Energie förmlich aus ihnen heraus. Ein starkes Finish für ein tolles Set. Daran anschließend bleiben wir noch für im Saal und nehmen die ersten Takte von Tüsn (wird wie „Thyssen“ ausgesprochen) mit. Wir entscheiden uns allerdings schnell dafür, unser Bier lieber woanders zu trinken. Optisch ist das zwar sehr interessant gestaltet auf der Bühne, aber viel mehr Positives kann ich leider nicht vermelden. Ist aber auch schlimm, ist trotzdem ein feiner erster Abend.

Der Festivalsamstag startet mit Kibbeling auf dem Osnabrücker Markt und einem Besuch bei Shock Records – schließlich ist zeitgleich ja auch Record Store Day. Bis auf den klugen Mann, der Platten vorbestellt hat, bleiben wir jedoch alle ohne Beute und besuchen weitere Freunde, mit denen wir einen gemütlichen Grillnachmittag verbringen. Herrlich! Konzerttechnisch starten wir wieder im Haus der Jugend, genauer gesagt mit Kelvin Jones. Hier habe ich nicht viel erwartet und werde umso positiver überrascht. Auch wenn es mich musikalisch nicht umhaut, ist das sehr unterhaltsam, dazu ist Jones unglaublich sympathisch und ein cooler Typ.

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Kelvin Jones

Danach geht es wieder rüber in die Lagerhalle (in die Kleine Freiheit schaffen wir es an diesem Wochenende nicht, auch wenn ich den Laden sehr mag), zunächst zu Neufundland. Das gefällt mir im Großen und Ganzen ziemlich gut, ohne mich jetzt komplett aus den Latschen zu hauen. Vielleicht höre ich mir das beizeiten noch einmal genauer an. Olympique verpassen wir anschließend, was ein bisschen schade ist; andererseits verschafft es uns eine – zumindest von meiner Seite – dringend benötigte Pizza- und Ruhepause, denn wir haben ja noch was vor. Jungle By Night, die uns sämtliche Osnabrücker Musikfreunde so sehr empfohlen haben. Und die damit (natürlich, möchte ich sagen) so sehr Recht haben. Ein ganz großartiger Mix aus Percussions, Drums, Bläsern, Orgel, Bass und Gitarre und ich weiß nicht wie vielen Musikstilen. Komplett instrumental, komplett tanzbar, kompletter Wahnsinn. Wir tanzen, jubeln, springen und klatschen und feiern einen perfekten Abschluss dieses wunderschönen Wochenendes.

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Jungle By Night

Tolle Freunde, tolle Bands, wir gründen spontan ein experimentelles Art-Punk-„Band“-Projekt, haben Spaß und einfach eine gute Zeit. Zum Glück sind wir an diesem Wochenende in Osnabrück!